Kompetenzen

03.06.2026
Annette Schindler

Lokal angebautes Sphaxx erobert Opti-flor

Im Erwerbsgartenbau ist die Suche nach nachhaltigen und verlässlichen Kultursubstraten wichtiger denn je. Eine höhere Versorgungssicherheit, gleichbleibende Qualität und eine geringere Belastung der natürlichen Ökosysteme spielen dabei eine bedeutende Rolle. Die Sphaxx-Torfmoose von Klasmann-Deilmann sind eine Lösung für diese Herausforderungen.

Der Orchideen-Züchter Opti-flor ist einer der wichtigen Anwender von Sphaxx. Hier schildert Ruud Duijvestijn, Leiter Kultivierung und Energie bei Opti-flor, seine Erfahrungen.

„Als wir vor etwa fünf Jahren zum ersten Mal auf das im Gewächshaus kultivierte Sphagnum von Klasmann-Deilmann stießen, befanden wir uns eigentlich noch in einer Sondierungsphase“, erklärt Ruud Duijvestijn. „Wir hatten bereits seit einigen Jahren mit gepressten Torfmoos-Platten aus der südlichen Hemisphäre gearbeitet. Allerdings sahen wir uns mit Lieferzeiten von drei Monaten und schwankender Qualität konfrontiert. Wir sahen also durchaus Potenzial für eine lokal angebaute Alternative, vorausgesetzt, sie könnte mit dem mithalten, was wir gewohnt waren.“

Vom kleinen Versuch zu bedeutenden Mengen

Die ersten Schritte wurden mit Bedacht unternommen, wobei der Betrieb mit kleinen Versuchen startete und erst dann zu bedeutenden Mengen überging. „Wir begannen mit einem Pilotversuch mit 48 Pflanzen in 7-cm-Töpfen unter strenger Geheimhaltung. Diese haben wir gemeinsam mit Klasmann-Deilmann genau überwacht. Die Ergebnisse übertrafen die Erwartungen, und von diesem Moment an begannen wir, Schritt für Schritt zu skalieren. Die Beschaffungsmenge hat sich seitdem zu einem bedeutenden Produktionsstrom entwickelt. Wir verwenden Sphaxx mittlerweile in rund 15.000 Töpfen pro Woche.“

Laut Ruud Duijvestijn war gegenseitiges Vertrauen von Anfang an entscheidend. „Vertrauen ist etwas, das man gemeinsam aufbaut. Durch kontinuierliches Testen, Bewerten und Anpassen lernten wir das Produkt immer besser kennen. Enge Zusammenarbeit und kurze Kommunikationswege machen den Unterschied.“

Gleichbleibende Qualität und direkte Wege

Was ihm besonders auffällt, ist die gleichbleibende, einwandfreie Qualität. „Sphaxx wird bei Klasmann-Deilmann unter kontrollierten Bedingungen angebaut, wodurch es sauberer ist. Eine Bestrahlung, wie sie bei den importierten Anzuchtplatten erforderlich ist, ist hier nicht nötig. Sphaxx weist eine größere Artenvielfalt auf und ist frei von Unkraut.“

Er fährt fort: „Außerdem sind die Jungpflanzen sehr einheitlich. Das ist in der Praxis enorm wichtig. Dadurch haben wir besser vorhersehbare Anbauergebnisse. Und wenn etwas ist, können wir direkt mit Klasmann-Deilmann Kontakt aufnehmen. Diese Nähe ist wirklich ein großer Vorteil.“

Widerstandsfähig und anpassungsfähig

Auch die Verlässlichkeit der Lieferung spielt eine wichtige Rolle. „Bei Produkten aus Übersee kann es leicht drei Monate dauern, bis die Bestellung eintrifft. Das macht die ganze Wertschöpfungskette anfällig. Mit lokalen Lieferungen ist dieses Risiko viel geringer. Man weiß, woher die Produkte kommen, und kann schneller reagieren. Das sorgt für Sicherheit bei der Planung und gewährleistet einen reibungslosen Geschäftsbetrieb.“

Außerdem erkennt Ruud Duijvestijn klare Nachhaltigkeitsvorteile. „Torfmoos aus intakten Moorflächen ist zum Zeitpunkt der Ernte etwa 40 Jahre alt. Im Gegensatz dazu ist das Torfmoos von Klasmann-Deilmann innerhalb eines Jahres erntereif, da es sich um eine Kulturpflanze für kaltes Klima handelt. Auch das ist innovativ, und ich finde es wirklich beeindruckend. Für uns ist das die Zukunft: eine Kombination aus Qualität, Innovation, Versorgungssicherheit und Naturschutz.“

Autorin: Anita Bassie

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