TerraCoal® – macht Klimaziele für Gartenbaubetriebe erreichbar
Der professionelle Gartenbau sieht sich heute mit komplexeren Erwartungen des Marktes konfrontiert. Beginnend in Europa wächst der Druck auch international, den Torfverbrauch zu reduzieren und die Klimawirkung der Produktion zu verbessern. Einzelhändler und andere Akteure der Lieferkette verlangen zunehmend belastbare Daten und glaubwürdige Konzepte für eine emissionsärmere Produktion. Gleichzeitig bleibt der Anspruch einer sicheren Kulturführung bestehen.
Genau hier setzt die neue TerraCoal® Pflanzenkohle von Klasmann-Deilmann an. Sie wurde gezielt entwickelt, um Gartenbaubetrieben eine praktische Antwort auf die wachsenden Anforderungen in Bezug auf Klimawirkung, Torfreduktion und glaubwürdige Nachhaltigkeitskommunikation zu bieten. TerraCoal unterstützt moderne Substratrezepturen, kann dort direkt den CO₂-Fußabdruck reduzieren und eröffnet damit eine neue Möglichkeit, Nachhaltigkeit entlang der Wertschöpfungskette nachvollziehbar und zertifizierbar darzustellen.
TerraCoal® macht das Substrat zu einem Teil der Lösung
TerraCoal basiert auf der Idee, Kohlenstoff neu zu denken. Nicht nur als CO2-Emissionsquelle, sondern auch als pflanzenbauliche Ressource. Die Pflanzenkohle wird in einem innovativen Pyrolyseverfahren aus organischen Rohstoffen hergestellt, speichert Kohlenstoff langfristig und bildet damit eine CO2-Senke. Dadurch kann sie in Kultursubstraten dazu beitragen, Emissionen anderer Substratausgangsstoffe auszugleichen und die Klimabilanz der Pflanzenkultur gezielt zu verbessern.
„Mit TerraCoal verfolgen wir erstmals konsequent den Ansatz, CO₂ nicht nur zu reduzieren, sondern im Substrat gezielt zu speichern und zu kompensieren. Das ist ein echter Perspektivwechsel für den professionellen Gartenbau“, sagt Dr Sebastian Kipp, Leiter Innovation bei Klasmann-Deilmann.
Dieser Ansatz ist besonders relevant, da Substrate einen spürbaren Anteil am CO₂-Fußabdruck einer Kultur haben können. Ein Beispiel aus dem Erdbeeranbau zeigt, dass ein rein torfbasiertes Substrat mit 139 kg CO₂-Äquivalenten pro Kubikmeter Substrat anzurechnen ist. Ein torfreduziertes Konzept mit Holzfaser und Kokos liegt hingegen bei 100 kg CO2-eq/m³ und erst eine mit TerraCoal ergänzte Rezeptur kann in Richtung Netto-Null geführt werden.
Pflanzenbaulicher Nutzen zeigt sich in der Kultur
So wichtig die Klimawirkung auch ist, im Gartenbau entscheidet letztlich die Praxistauglichkeit. Neue Substratkomponenten müssen sich in der Kulturführung bewähren. Genau hier zeigt TerraCoal ein Profil, das für viele Betriebe interessant ist. In Forschungs- und Entwicklungsversuchen mit Dieffenbachia und Calathea entwickelten sich Pflanzen in Substraten mit 10 % TerraCoal sehr gut. Es wurden gleichmäßige Durchwurzelung, konstant starkes Wachstum und eine intensive Blattausfärbung beobachtet. Gleichzeitig zeigten die Rezepturen ein stabileres pH-Verhalten, insbesondere in torffreier Kultur. Vor allem bei empfindlichen Kulturen ist dies ein wichtiger Aspekt für eine sichere Nährstoffversorgung und damit die Kultursicherheit.
„Gerade bei torffreien oder stark torfreduzierten Mischungen sehen wir, dass TerraCoal wie ein stabilisierender Faktor wirken kann. Für viele Betriebe ist das interessant, weil sich Klimaziele und Anforderungen der Kulturführung nicht voneinander trennen lassen“, erklärt Anja Fritzen, technische Beraterin bei Klasmann-Deilmann.
Mit der Torfreduktion steigen auch die Herausforderungen im Kulturmanagement. Wasserführung, Luftkapazität, pH Stabilität und Nährstoffverfügbarkeit müssen in vielen Kulturen noch präziser ausbalanciert werden. TerraCoal kann hier einen zusätzlichen funktionalen Beitrag leisten. Die Pflanzenkohle bringt Strukturstabilität, unterstützt die Wasser- und Luftführung im Wurzelraum, puffert wichtige Nährstoffe und fördert zudem die mikrobielle Aktivität. Dadurch wird die innovative TerraCoal Pflanzenkohle für unterschiedliche Einsatzbereiche interessant, etwa für emissionsoptimierte torffreie oder torfreduzierte Topf- und Containersubstrate als auch in der Jungpflanzenanzucht. Auch der CO2-reduzierte Anbau von Fruchtgemüse und Erdbeeren in Growbags ist ein Kernbereich für den Einsatz von TerraCoal.
Nachhaltigkeit braucht Nachweisbarkeit
Für viele Betriebe wird das Thema Nachhaltigkeit erst dann relevant, wenn sie es gegenüber Kunden, Auditoren oder Handelspartnern belegen müssen. Genau deshalb reicht es heute oft nicht mehr aus, lediglich torfreduziert zu produzieren. Gefragt sind nachvollziehbare Daten, belastbare Fakten und Zertifikate.
Hier bietet TerraCoal einen zusätzlichen Nutzen. Das verfügbare CO₂-Zertifikat für TerraCoal hilft, die Klimawirkung des Substrats zu dokumentieren. Im Corporate Carbon Footprint von Gartenbaubetrieben kann dieser Beitrag künftig relevant werden. Klasmann-Deilmann ist hierbei Dienstleister rund um Ausstellung und Stilllegung der CO2-Zertifikate.
Ein neues Argument für den Handel
Nachhaltigkeit im Gartenbau endet nicht mit dem Ende der Kulturführung, sondern muss vor allem dem Endkunden vermittelbar sein. Heute werden viele Entscheidungen im Einzelhandel nicht mehr nur auf Basis von Qualität und Preis getroffen, denn glaubwürdige Nachhaltigkeit wird immer bedeutsamer. TerraCoal schafft hierfür einen einfachen und nachvollziehbaren Produktnutzen. Die Pflanzen wachsen in einem Substrat, das eine Kohlenstoffsenke ermöglicht und somit Teil einer aktiven Klimastrategie auch für den Endkunden wird. Dieser Vorteil verbindet qualitativ hochwertige Pflanzen mit einem klaren Zusatznutzen im Markt. Im Dialog mit dem Kunden am Point of Sales kann dies einen relevanten Unterschied ausmachen.


