TerraCoal®-Pflanzenkohle in torfreduzierten Substraten für Grünpflanzen
Wie Dieffenbachia und Calathea in der Kultur reagieren
Erkenntnisse aus aktuellen Forschungs- und Entwicklungsversuchen im Gewächshaus
Die aktuellen Bemühungen, den Torfverbrauch im Gartenbau zu reduzieren, werfen die Frage auf, wie sich alternative Ausgangsstoffe bei anspruchsvollen Zierpflanzen bewähren. Ein kürzlich durchgeführter Kulturversuch in unserem Versuchsgewächshaus in Geeste untersuchte die Wirkung unserer neuen TerraCoal®-Pflanzenkohle in Substraten für Dieffenbachia ‚Camilla‘ und Calathea rufibarba. Der Schwerpunkt der Versuchsfragestellung lag dabei auf Pflanzenqualität, pH-Verhalten und allgemeiner Kulturführung.
Verlässliches Wachstum mit 10 % TerraCoal®
Beide Pflanzenarten zeigten eine gesunde Entwicklung in Substraten mit 10 % Pflanzenkohle.
Dieffenbachia bildete ein gleichmäßiges Wurzelsystem und wuchs während des gesamten Versuchs konstant.
Calathea, eine auf Schwankungen der Substratbedingungen empfindliche Pflanze, entwickelte unter derselben Behandlung eine gute Blattsubstanz und Blattfarbe. Diese Beobachtungen deuten darauf hin, dass ein moderater Pflanzenkohleanteil ein verlässliches Wachstum in torfreduzierten und torffreien Mischungen unterstützen und stabilisieren kann.
Verbesserte pH-Stabilität
Der Versuch zeigte zudem, dass Mischungen mit TerraCoal® stabilere pH-Werte aufwiesen, insbesondere in den torffreien Rezepturen. Dies ist insbesondere für Calathea relevant, da diese schnell auf pH-Schwankungen reagieren. Ein besser vorhersehbares pH-Verhalten kann dazu beitragen, die Herausforderungen für den Gärtner in Bezug auf die Nährstoffaufnahme zu verringern.
CO₂-Aspekte
Der Torfersatz in der Substratrezeptur durch alternative Substratausgangsstoffe und die Einarbeitung von Pflanzenkohle reduzierten die CO₂-Emissionen pro Kubikmeter Substrat. Dies spiegelt sowohl den geringeren Torfgehalt als auch die langfristige Kohlenstoffspeicherung der verwendeten Pflanzenkohle wider. Die Emissionen des Gesamtsubstrates kann durch TerraCoal® zu großen Teilen oder auch vollständig kompensiert werden, je nach Einsatzmenge im Substrat.
Weitere zu beachtende Aspekte
Die torffreien Mischungen ohne TerraCoal® in den Versuchen erforderten eine genauere Beobachtung der Bewässerung und der Nährstoffversorgung und zeigten eine schwächere Pflanzenentwicklung. Dies unterstreicht, dass Anpassungen im Wasser- und Düngemanagement während der Kultur generell sehr wichtig sind, wenn man auf torffreie Produktionssysteme umstellt. Eine Zugabe von TerraCoal® Pflanzenkohle ins torffreie Substrat kann den Kultivateur aber zusätzlich in der Kulturführung unterstützen.
Schlussfolgerung
Bei Dieffenbachia und Calathea förderte die Verwendung von 10 % TerraCoal® ein stabiles Pflanzenwachstum und verbesserte das pH-Verhalten, während gleichzeitig ein geringerer substratbedingter CO₂-Fußabdruck erzielt wurde. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Pflanzenkohle bei der Entwicklung torfreduzierter und torffreier Substratkonzepte in Zukunft ein nützlicher Bestandteil sein kann, vorausgesetzt, die Parameter der Kulturführung in der Gärtnerei werden entsprechend angepasst.
