Unternehmen | Kompetenzen

05.10.2026
Annette Schindler

Forschung trifft Praxis

ToSuGa-Projekt zu Gast bei Klasmann-Deilmann

Wie lassen sich Torfanteile in Kultursubstraten weiter reduzieren, ohne Abstriche bei Qualität und Kultursicherheit zu machen? Mit dieser und weiteren Fragen beschäftigt sich das Forschungsprojekt ToSuGa. Am 16. und 17. September waren Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projekts bei uns zu Gast. Im Mittelpunkt standen der fachliche Austausch rund um Torfalternativen sowie spannende Einblicke in unsere Forschung, Qualitätssicherung und Produktion.

Austausch rund um Torfalternativen

Zuerst begrüßten wir die Gruppe an unserem Standort in Geeste. Nach einer Unternehmenspräsentation ging es auf einen Rundgang durch das Gewächshaus, das Physiklabor und das Technikum. Dabei entwickelte sich schnell ein intensiver Austausch über unterschiedliche alternative Substratausgangsstoffe, deren Eigenschaften und die verschiedenen Methoden, mit denen wir sie untersuchen und bewerten.

Besonderes Interesse weckten die umfangreichen Möglichkeiten, die uns für die Entwicklung und Prüfung unserer Substrate zur Verfügung stehen. Dazu gehört beispielsweise unsere Presstopfmaschine, die bei Besuchergruppen regelmäßig für Aufmerksamkeit sorgt. Sie ermöglicht praxisnahe Untersuchungen und verdeutlicht, wie eng Forschung und Anwendung bei uns miteinander verbunden sind.

Während der Präsentation stellten wir außerdem vor, mit welchen Teams wir in unserer Abteilung an den unterschiedlichen Themen arbeiten. Sehr positiv aufgenommen wurde, welchen Stellenwert die Qualitätssicherung bei Klasmann-Deilmann hat und wie umfassend unsere technische Beratung aufgestellt ist. Für unsere Gäste wurde damit deutlich, dass die Entwicklung neuer und torfreduzierter Substrate weit über die Auswahl geeigneter Rohstoffe hinausgeht.

Von der Forschung in die Produktion

Am zweiten Tag begleitete Jan Frankemölle die Gruppe bei Besuchen in Papenburg und Sedelsberg. Dort erhielten die Projektteilnehmenden einen Einblick in die Abläufe unserer Produktion und erfuhren, welche zahlreichen Schritte notwendig sind, damit am Ende ein hochwertiges Substrat entsteht.

In Papenburg lag ein besonderer Schwerpunkt auf dem Rohstoffumschlag. Hier konnten wir anschaulich vermitteln, welchen Einfluss bereits die Beschaffung, Auswahl und Handhabung unserer Ausgangsstoffe auf die spätere Qualität unserer Substrate haben. Der Besuch schlug damit die Brücke zwischen wissenschaftlicher Forschung, Qualitätssicherung und den Anforderungen der täglichen Produktionspraxis.

Gemeinsam an sicheren Substraten arbeiten

ToSuGa steht für „Torfreduktion mit sicheren Substraten für den professionellen Gartenbau“. Das Verbundprojekt beschäftigt sich damit, Kultursubstrate mit reduziertem Torfanteil oder ganz ohne Torf so weiterzuentwickeln, dass sie den hohen Anforderungen des professionellen Gartenbaus an Pflanzenwachstum, Pflanzengesundheit, Bewässerung und Mechanisierung gerecht werden.

Die beiden Besuchstage haben uns einmal mehr gezeigt, wie wertvoll der direkte Austausch zwischen Forschung und Praxis ist. Gleichzeitig konnten wir unseren Gästen vermitteln, mit welchem Engagement und mit welchen technischen Möglichkeiten unsere Teams an der Weiterentwicklung moderner Substrate arbeiten. Die vielen fachlichen Gespräche haben beiden Seiten neue Einblicke gegeben und wertvolle Impulse für die weitere Arbeit geliefert.

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Foto: Merle Gierga