Karriere

02.03.2016
Kim Karotki

Aus­zu­bil­den­de für den Kli­ma­schutz

Zer­ti­fi­ka­te für Kli­ma­lot­sen

Unse­ren Nach­wuchs för­dern wir auch in Sachen Kli­ma­schutz und ermög­lich­ten den Aus­zu­bil­den­den Anna Borg­mann und Elwin Jan­zen die Teil­nah­me an dem Semi­nar „Aus­zu­bil­den­de als Kli­ma­lot­sen“.

Die Wei­ter­bil­dung ent­springt einer Koope­ra­ti­on zwi­schen der His­to­risch-Öko­lo­gi­schen Bil­dungs­stät­te (HÖB) in Papen­burg, der Ener­gie­ef­fi­zi­enz­agen­tur Land­kreis Ems­land und dem Kli­ma­cen­ter Werl­te. Sie wird von der Nie­der­säch­si­schen Kli­ma- und Ener­gie­agen­tur (KEAN) unter­stützt. Haupt­ziel des Semi­nars „Aus­zu­bil­den­de als Kli­ma­lot­sen“ ist es, jun­gen Beschäf­tig­ten die The­men Kli­ma­wan­del und Kli­ma­schutz näher­zu­brin­gen – auch damit sie wie­der­um ihre Arbeits­kol­le­gen und ande­re Men­schen mit dem The­ma ver­traut machen und jeder sei­ne Sin­ne für den Kli­ma­wan­del schärft.

Ich fin­de es wich­tig, so viel wie mög­lich über den Kli­ma­wan­del zu wis­sen – und zu ler­nen, was man pri­vat und im Unter­neh­men tun kann, um ihn zu stop­pen. Wir müs­sen die Aus­wir­kun­gen so gering wie mög­lich hal­ten“, beschreibt die ange­hen­de Indus­trie­kauf­frau Anna Borg­mann ihre Moti­va­ti­on, am Semi­nar teil­zu­neh­men. Vor allem jun­ge Leu­te für die Fol­gen des Kli­ma­wan­dels zu sen­si­bi­li­sie­ren, stel­le für sie eine effek­ti­ve Art dar, nach­hal­tig den Aus­wir­kun­gen ent­ge­gen­zu­tre­ten und Maß­nah­men zu ent­wi­ckeln, um unnö­ti­ge Umwelt­schä­den zu ver­mei­den.

Im ins­ge­samt vier­tä­gi­gen Semi­nar ver­mit­tel­ten die Refe­ren­ten der HÖB und des Kli­ma­cen­ters den aus unter­schied­li­chen Bran­chen und Aus­bil­dungs­be­ru­fen kom­men­den Teil­neh­mern Grund­la­gen­wis­sen zum Kli­ma­wan­del, das im Ver­lauf der Wei­ter­bil­dung ver­tieft wur­de. Ange­stell­te ein­zel­ner Unter­neh­men berich­te­ten von eige­nen Erfah­run­gen und bei einer Füh­rung im Kli­ma­cen­ter sahen sich die Aus­zu­bil­den­den ver­schie­de­ne Heiz­me­tho­den und Arten der Gebäu­de­däm­mung an. „Beein­dru­ckend war der Ver­gleich des Ener­gie­ver­brauchs bei einer guten und einer schlech­ten Däm­mung“, sagt Elwin Jan­zen. Er absol­viert bei uns eine Aus­bil­dung zum Indus­trie­me­cha­ni­ker.

Mit dem wich­ti­gen Aspekt der Kos­ten beschäf­tig­ten sich die ange­hen­den Kli­ma­lot­sen eben­falls und beka­men in der Prä­sen­ta­ti­on eines Unter­neh­mers auf­ge­zeigt, dass mit der Inves­ti­ti­on in kli­ma­schüt­zen­de Maß­nah­men gleich­zei­tig Ein­spa­run­gen zu erzie­len sind. Auch für Klasmann-Deilmann ist die suk­zes­si­ve Umstel­lung auf eine nach­hal­ti­ge Ener­gie­ver­sor­gung mit eige­nen Kur­zum­triebs­plan­ta­gen und Holz­hack­schnit­zel­heiz­wer­ken kli­ma­freund­li­cher und zugleich wirt­schaft­lich sinn­voll.

Fazit von Anna Borg­mann und Elwin Jan­zen: Sie haben ihr Wis­sen ver­tie­fen und neu­es hin­zu­ge­win­nen kön­nen. Den Schutz des Kli­mas the­ma­ti­sier­ten sie bereits mit Fami­lie, Freun­den und Kol­le­gen. „Kli­ma­schutz ist an vie­len Stel­len mög­lich“, fin­det Anna Borg­mann. „Genau“, ergänzt Elwin Jan­zen, „den Stand­by-Modus am Fern­se­her aus­schal­ten, Müll tren­nen oder im Unter­neh­men alte Maschi­nen umrüs­ten – da kann man vie­les machen.“