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03.09.2021
Skadi Menne
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Klasmann-Deilmann emp­fängt Bundespolitik

Albert Ste­ge­mann und Jens Beeck zu Gast bei Substrathersteller

Unse­re Kul­tur­sub­stra­te tra­gen dazu bei, die Ver­sor­gung mit gesun­den Nah­rungs­mit­teln zu sichern.“ Moritz Böcking, Geschäfts­füh­rer der Klasmann-Deilmann-Grup­pe, erläu­ter­te den Besu­chern aus Ber­lin die Rol­le der Sub­strat­bran­che in der Ernäh­rungs­wirt­schaft. Zu Gast waren MdB Albert Ste­ge­mann (CDU), Hel­mut Höke (Bür­ger­meis­ter Samt­ge­mein­de Gees­te), Hol­ger Cos­se (Vor­sit­zen­der CDU-Kreis­ver­band), Kath­rin Blo­me (Vor­sit­zen­de CDU-Gemein­de­ver­band) und Oli­ver Trapp­mann (Ver­triebs­lei­ter Zen­tral­eu­ro­pa Com­po GmbH). Tags dar­auf besuch­te MdB Jens Beeck (FDP) das Unternehmen.

Moritz Böcking führ­te aus, dass Sub­stra­te auch in der Coro­na-Pan­de­mie zu jeder Zeit ver­füg­bar waren, um Gemü­se, Salat und Obst zu kul­ti­vie­ren. Wäh­rend inter­na­tio­na­le Lie­fer­ket­ten mit Eng­päs­sen kämpf­ten, konn­te die Sub­strat­bran­che unein­ge­schränkt wei­ter pro­du­zie­ren und ins­be­son­de­re die Ernäh­rungs­wirt­schaft belie­fern. Wesent­li­cher Grund­pfei­ler dafür war die Nut­zung hei­mi­scher Roh­stof­fe wie Torf, Holz­fa­sern und Grün­kom­post. „Wir sind der Arbeits­grup­pe Ernäh­rung in der CDU/C­SU-Bun­des­tags­frak­ti­on dank­bar, dass sie einen kla­ren Blick auf die­se Sach­la­ge behält und für eine Roh­stoff­po­li­tik mit Augen­maß ein­steht“, so Moritz Böcking. „Die Coro­na-Kri­se hat gezeigt, dass wir ein ver­läss­li­cher Part­ner der Lebens­mit­tel­bran­che sind, auch weil wir loka­le Res­sour­cen wie Torf und Holz einsetzen.“

Albert Ste­ge­mann bestä­tig­te, dass die Sub­stra­t­in­dus­trie auf einen aus­ge­wo­ge­nen Roh­stoff­mix ange­wie­sen ist, um ihrer gesell­schaft­li­chen Ver­ant­wor­tung auch zukünf­tig nach­kom­men zu kön­nen. Er ver­wies auf das Zehn-Punk­te-Pro­gramm des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Ernäh­rung und Land­wirt­schaft, das eine Ver­min­de­rung der Torf­nut­zung in Kul­tur­sub­stra­ten vor­sieht. „Gleich­zei­tig steht außer Fra­ge, dass die­se Ent­wick­lung Zeit braucht und der Zugriff auf nach­wach­sen­de Roh­stof­fe erleich­tert wer­den muss. Die Sub­strat­bran­che ist fes­ter Bestand­teil wich­ti­ger Wert­schöp­fungs­ket­ten. Die Poli­tik for­dert hier und unter­stützt zugleich.“

Beson­ders inter­es­siert zeig­te sich Albert Ste­ge­mann an der Torf­moos­kul­ti­vie­rung, mit der die Rena­tu­rie­rung ehe­ma­li­ger Gewin­nungs­flä­chen beschleu­nigt wer­den kann. „Die geziel­te Aus­brin­gung von Torf­moo­sen führt deut­lich frü­her zur Bin­dung von kli­ma­schäd­li­chen Gasen als ande­re Ver­fah­ren“, führ­te Moritz Böcking aus. Albert Ste­ge­mann schloss, „dass die­ses Ver­fah­ren auch für die Agrar­wirt­schaft weg­wei­send sein könn­te, um Kli­ma­schutz­zie­le bis 2030 zu errei­chen. Wir wol­len den Struk­tur­wan­del so gestal­ten, dass alle mitkommen.“

MdB Jens Beeck inter­es­sier­te sich eben­falls für die Torf­moos­kul­ti­vie­rung und ließ sich außer­dem ein­ge­hend über die umfang­rei­chen Kur­zum­triebs­plan­ta­gen (KUP) von Klasmann-Deilmann berich­ten. Hin­ter­grund war das gemein­sa­me Inter­es­se an der Auf­wer­tung bean­spruch­ter Agrar­flä­chen im In- und Aus­land. Wei­te­re The­men waren der Aus­bau von Kom­pos­tie­rungs­an­la­gen, die Errich­tung von Wind­parks und der Ver­lauf künf­ti­ger Strom­tras­sen durch das mitt­le­re Emsland.

Setz­ten den Dia­log bei Klasmann-Deilmann fort: (hin­ten) Oli­ver Trapp­mann (Com­po) und Hol­ger Cos­se (CDU), (Mit­te) Bernd Weh­ming (Geschäfts­füh­rer Klasmann-Deilmann) und Hel­mut Höke (Bür­ger­meis­ter Gees­te), (vor­ne) Moritz Böcking (Geschäfts­füh­rer Klasmann-Deilmann), Kath­rin Blo­me (CDU) und Albert Ste­ge­mann (Mit­glied des Bundestages)