Nachhaltigkeit

06.03.2017
Kim Karotki

ISO 9001 und 14001 jetzt in der neu­es­ten Ver­si­on (2)

Erfolg­rei­che Umstel­lung des Umwelt­ma­nage­ment­sys­tems

Der 15. Sep­tem­ber 2018 ist für Unter­neh­men Stich­tag zur Umstel­lung der Zer­ti­fi­zie­rung ihrer Umwelt­ma­nage­ment­sys­te­me. Bis zu die­sem Tag muss die neu­es­te Fas­sung der ISO 14001, näm­lich die ISO 14001:2015 in das Umwelt­ma­nage­ment­sys­tem inte­griert sein. Klasmann-Deilmann hat die­sen Schritt bereits jetzt getan.

Die inter­na­tio­na­le Umwelt­ma­nagement­norm ISO 14001 legt welt­weit aner­kann­te Anfor­de­run­gen an ein Umwelt­ma­nage­ment­sys­tem fest. Ein der Norm zugrun­de lie­gen­der Ver­bes­se­rungs­pro­zess beruht auf der Metho­de „Pla­nen – Aus­füh­ren – Kon­trol­lie­ren – Opti­mie­ren“, abge­kürzt PDCA (Plan – Do – Check – Act).

Neu in der 2015er Fas­sung ist die Beur­tei­lung des Kon­texts. Unter­neh­men sind nun stär­ker stra­te­gisch gefor­dert und müs­sen aktu­el­le eben­so wie zukünf­ti­ge Fra­gen zum Umwelt­be­reich und zur Geschäfts­ent­wick­lung ein­be­zie­hen – sofern sie unter öko­lo­gi­schen Gesichts­punk­ten rele­vant für das Unter­neh­men sind. Anstatt eine star­re Lis­te von Kri­te­ri­en abzu­ar­bei­ten, ste­hen Unter­neh­men in der Ver­ant­wor­tung, intern und extern gesetz­te The­men aus dem Umwelt­be­reich zu iden­ti­fi­zie­ren und selbst zu bestim­men, wel­che davon für das eige­ne Unter­neh­men von Belang sind.

Hin­zu kommt die Risi­ko­er­mitt­lung. Gefah­ren und Chan­cen im Zusam­men­hang mit Umwelt­as­pek­ten zu loka­li­sie­ren, rückt nun stär­ker in den Fokus. Unter­neh­men müs­sen dadurch in ihrem Umwelt­ma­nage­ment­sys­tem eigen­ver­ant­wort­li­cher han­deln. Dabei wird die Ver­ant­wor­tung der obers­ten Geschäfts­füh­rung für das Umwelt­ma­nage­ment­sys­tem her­vor­ge­ho­ben: Die Anfor­de­run­gen an das Sys­tem müs­sen nach der Ver­si­on 2015 in die Geschäfts­pro­zes­se inte­griert wer­den. Unter­neh­mens­füh­rung und Umwelt­schutz wer­den so enger mit­ein­an­der ver­zahnt.

Eine Ver­bes­se­rung der Umwelt­leis­tung war jeher Ziel der Norm ISO 14001. Bis­her soll­te dies erreicht wer­den, indem Umwelt­be­las­tun­gen ver­mie­den wer­den soll­ten. Nun geht die Norm wei­ter und ver­pflich­tet dazu, die Umwelt dar­über hin­aus zu schüt­zen. Zudem wer­den höhe­re Anfor­de­run­gen an die Leis­tungs­be­wer­tung mit­tels Kenn­zah­len gestellt.

Seit 2012 ver­öf­fent­licht Klasmann-Deilmann jedes Jahr einen Nach­hal­tig­keits­be­richt. Des­halb sind wir auf die nun vor­ge­schrie­be­ne Lebens­weg­be­trach­tung im Rah­men des Umwelt­ma­nage­ment­sys­tems bereits gut vor­be­rei­tet. Umwelt­as­pek­te und damit ver­bun­de­ne Umwelt­aus­wir­kun­gen der Tätig­kei­ten, Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen von Unter­neh­men sind unter Betrach­tung des Lebens­wegs zu ermit­teln. Eine detail­lier­te Öko­bi­lanz ist jedoch nicht gefor­dert. Klasmann-Deilmann legt den Fokus auf CO2-Emis­sio­nen, die seit 2014 bereits drei­mal in einer Kli­ma­bi­lanz trans­pa­rent dar­ge­legt wur­den. Der­zeit berei­ten wir die vier­te CO2-Bilanz vor.

Durch den glo­ba­le­ren Ansatz eben­so wie durch die Ent­wick­lung der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­me­di­en erge­ben sich erwei­ter­te Anfor­de­run­gen an die inter­ne und exter­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on. Auch hier­bei fällt den Unter­neh­men eine stär­ke­re Eigen­ver­ant­wort­lich­keit zu: Sie müs­sen selbst bestim­men, wann mit wem und wie kom­mu­ni­ziert wird.

Hier geht es zum ers­ten Teil unse­rer Serie: ISO 9001.