Nachhaltigkeit

18.06.2018
Jan Köbbing

Kli­ma­bi­lanz für Gar­ten­bau­be­trieb und Pflan­ze

Klasmann-Deilmann hat einen Kal­ku­la­tor ent­wi­ckelt, mit dem sich die Kli­ma­bi­lan­zen von Gartenbau­betrieben ermit­teln las­sen. Neben Emis­sio­nen aus Ener­gie­ver­bräu­chen, Saat­gut, Dün­ge- und Pflanzen­schutzmitteln sowie Ver­pa­ckun­gen und Kul­tur­ge­fä­ßen wird auch der Anteil aus dem Ein­satz von Sub­stra­ten aus­ge­wie­sen. Dar­über hin­aus rech­net der Kal­ku­la­tor die betrieb­li­chen Emis­sio­nen auf die kul­ti­vier­ten Pflan­zen um. Eini­ge wich­ti­ge Ergeb­nis­se wer­den hier vor­ge­stellt.

Seit dem Jahr 2013 berech­net Klasmann-Deilmann eine Kli­ma­bi­lanz, die alle in der Unter­neh­mens­grup­pe anfal­len­den Emis­sio­nen berück­sich­tigt und in einem sog. „Cor­po­ra­te Car­bon Foot­print“ (CCF) aus­weist. Die in die­sem Zusam­men­hang ermit­tel­ten CO2-Wer­te kön­nen anschlie­ßend als „Pro­duct Car­bon Foot­print“ (PCF) auf die Kul­tur­sub­stra­te umge­rech­net wer­den.

Die hin­ter der – nach ISO 14064 veri­fi­zier­ten – Kli­ma­bi­lanz lie­gen­de Metho­dik wur­de nun zu einer Anwen­dung für Gar­ten­bau­be­trie­be wei­ter­ent­wi­ckelt. Mit dem neu­en Kal­ku­la­tor las­sen sich jetzt auch der Cor­po­ra­te Car­bon Foot­print (CCF) eines Gar­ten­bau­be­triebs sowie der Pro­duct Car­bon Foot­print (PCF) der dort kul­ti­vier­ten Pflan­zen berech­nen. Hier­für wer­den zunächst alle rele­van­ten Fak­to­ren detail­liert ermit­telt und in den Rech­ner über­tra­gen. Dazu zäh­len der Ver­brauch von Strom, Erd­gas, Erd­öl oder Koh­le, das genutz­te Saat­gut, die ein­ge­setz­ten Dün­ge- und Pflan­zen­schutz­mit­tel sowie Ver­pa­ckun­gen und Kul­tur­ge­fä­ße. Auch der Ein­satz von Kul­tur­sub­stra­ten ein­schließ­lich der Trans­por­te zum Gar­ten­bau­be­trieb wird exakt berück­sich­tigt.

Der anschlie­ßend durch den Kal­ku­la­tor ermit­tel­te CCF ermög­licht es dem jewei­li­gen Betrieb, eine eige­ne Min­de­rungs­stra­te­gie zur Reduk­ti­on von Emis­sio­nen zu pla­nen und über meh­re­re Jah­re hin­weg zu bewer­ten. Mög­li­che Stell­schrau­ben kön­nen hier z. B. das betrieb­li­che Wär­me­kon­zept oder auch der Ein­satz von Sub­stra­ten mit höhe­ren Antei­len alter­na­ti­ver Aus­gangs­stof­fe sein. Aktiv beglei­tet wird Berech­nung der jewei­li­gen Kli­ma­bi­lanz durch die Fach­leu­te von Klasmann-Deilmann.

Für die gro­ßen Lebens­mit­tel­kon­zer­ne spielt Nach­hal­tig­keit eine immer gewich­ti­ge­re Rol­le“, erör­tert Moritz Böcking, Geschäfts­füh­rer von Klasmann-Deilmann. „Wir wol­len nicht nur uns, son­dern auch unse­re Kun­den für die Anfor­de­run­gen der Zukunft wapp­nen. Wer Aus­kunft geben kann, wie umwelt- und kli­ma­freund­lich sei­ne Pro­duk­te sind, ver­fügt über einen zusätz­li­chen Wett­be­werbs­vor­teil. Denn End­kun­den und Groß­han­del ach­ten ver­stärkt auf ver­ant­wort­lich pro­du­zier­te Ware und hono­rie­ren eine nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung.“

Kal­ku­la­tor: Ent­wick­lung in Koope­ra­ti­on mit zwei Gar­ten­bau­be­trie­ben

Ent­wi­ckelt wur­de der Kal­ku­la­tor in Koope­ra­ti­on mit der Meo Car­bon Solu­ti­ons GmbH aus Köln, erprobt wur­de er in enger Zusam­men­ar­beit mit zwei Gar­ten­bau­be­trie­ben in Deutsch­land. Der Gemü­se­jung­pflan­zen­be­trieb mk-jung­pflan­zen aus der Unter­neh­mens­grup­pe Peter Stader sowie der Zier­pflan­zen­be­trieb Irß­lin­ger GmbH & Co. KG stell­ten ihre betrieb­li­chen Daten zur Ver­fü­gung, die anschlie­ßend mit­hil­fe des Kal­ku­la­tors ver­ar­bei­tet wur­den. Gleich­zei­tig tru­gen bei­de Betrie­be dazu bei, den Rech­ner so aus­zu­ge­stal­ten, dass er die Wirk­lich­keit eines Gar­ten­bau­be­trie­bes abbil­det.

Zunächst wur­den die betrieb­li­chen Cor­po­ra­te Car­bon Foot­prints (CCF) von mk-jung­pflan­zen und Irß­lin­ger GmbH & Co. KG ermit­telt. Die Ergeb­nis­se lie­ßen sich anschlie­ßend auf die in die­sem Zusam­men­hang kul­ti­vier­ten Jung­pflan­zen von Salat, Schnittsa­lat, Feld­sa­lat, Kohl, Kräu­ter, Por­ree und Sel­le­rie sowie Poin­set­ti­en umrech­nen, die wahl­wei­se in Trays oder Presstöpfen ange­zo­gen wur­den. Das Ergeb­nis waren Pro­duct Car­bon Foot­prints (PCF) für die ein­zel­nen Kul­tu­ren.

Als Sub­strat aus der Pro­duk­ti­on von Klasmann-Deilmann wur­den u. a. die fol­gen­den Rezep­tu­ren in der Jung­pflan­zen­an­zucht ein­ge­setzt bzw. zur Kal­ku­la­ti­on der Kli­ma­bi­lan­zen genutzt:

  • Rez. 002 bestehend aus 100 % Schwarz­torf, pro­du­ziert in Nord­deutsch­land
  • Rez. 317 bestehend 90 % Schwarz­torf und 10 % der Holz­fa­ser GreenFibre, pro­du­ziert in Nord­deutsch­land

 

CCF: Groß­teil der Emis­sio­nen aus Ener­gie­ver­brauch

In der Kli­ma­bi­lanz eines Gar­ten­bau­be­trie­bes (Cor­po­ra­te Car­bon Foot­print, CCF) wer­den alle wesent­li­chen Emis­si­ons­fak­to­ren berück­sich­tigt. Die in Abbil­dung 1 dar­ge­stell­te Kli­ma­bi­lanz wur­de für den Betrieb mk-jung­pflan­zen erstellt. Der mit Abstand größ­te Anteil der Emis­sio­nen resul­tiert in die­sem Betrieb aus den Ener­gie­ver­bräu­chen.

Peter Stader

Wir beschäf­ti­gen uns schon län­ger mit dem The­ma Nach­hal­tig­keit und einem scho­nen­den Umgang mit Res­sour­cen. Dazu gehört natür­lich die Dis­kus­si­on über Torf­ab­bau und Torf­vor­kom­men, da Torf – neben Ener­gie – der meist ver­wen­de­te Roh­stoff für die Pro­duk­ti­on unse­rer Jung­pflan­zen ist. Auf das The­ma ‚Car­bon Foot­print‘ wur­de ich auf der IPM 2017 bei Klasmann-Deilmann auf­merk­sam, die uns die Gele­gen­heit gaben, unser Unter­neh­men zu ana­ly­sie­ren. Dabei war uns natür­lich bewusst, dass die abso­lu­ten Zah­len – ein­zeln betrach­tet – sehr abs­trakt und wenig aus­sa­ge­kräf­tig sind. Was im Unter­neh­men aller­dings unter­stützt wird, ist das The­ma, was kön­nen wir wo errei­chen mit dem scho­nen­den Umgang von unse­ren noch vor­han­de­nen Res­sour­cen. Hier gibt es neben dem Sub­strat noch vie­le wei­te­re Ansät­ze, über die es sich lohnt nach­zu­den­ken.“

 

PCF: Groß­teil der Emis­sio­nen aus Ener­gie­ver­brauch

Im sog. Pro­duct Car­bon Foot­print (PCF) sind alle wesent­li­chen Emis­si­ons­quel­len berück­sich­tigt. Abbil­dung 2 stellt die Emis­sio­nen von 1.000 Kohl­jung­pflan­zen im 4‑cm-Pres­stopf, Kul­tur­be­ginn März im Betrieb mk-jung­pflan­zen, den Emis­sio­nen von 1.000 Poin­set­ti­en Mini, Kul­tur­be­ginn August im Betrieb Irß­lin­ger GmbH & Co. KG, gegen­über. Bedingt durch die Warm­haus­kul­tur ent­fällt der Groß­teil der Emis­sio­nen aus der Poin­set­ti­en­pro­duk­ti­on auf die Ener­gie­ver­bräu­che. Bei den Kohl­jung­pflan­zen im Pres­stopf hin­ge­gen sum­mie­ren sich die sub­strat­be­ding­ten Emis­sio­nen auf gut 50 %. Ein nen­nens­wer­ter Anteil der Emis­sio­nen aus dem Substrat­verbrauch bei bei­den Kul­tu­ren resul­tiert aus dem Trans­port zum Gar­ten­bau­be­trieb.

Jah­res­zeit: Deut­lich gerin­ge­re Emis­sio­nen im Som­mer

Der PCF pro 1.000 Pflan­zen (z. B. Kohl, Salat) bzw. 1.000 Pres­stöp­fe (z. B. Feld­sa­lat, Kräu­ter) hängt auch von den Begleit­um­stän­den der Jah­res­zeit ab. Abbil­dung 3 zeigt, dass Win­ter­kul­tu­ren höhe­re Emis­sio­nen ver­ur­sa­chen als Som­mer­kul­tu­ren. Grün­de hier­für sind die wit­te­rungs­be­dingt höhe­ren Energie­verbräuche und die licht­be­dingt län­ge­ren Stand­zei­ten in der kal­ten Jah­res­zeit. Auf eine Faust­for­mel gebracht gilt, dass sub­strat­be­ding­te Emis­sio­nen im Win­ter rund 45 % betra­gen, da die Ener­gie­ver­bräu­che rela­tiv hoch sind. Im Som­mer erhöht sich der pro­zen­tua­le Anteil auf­grund der gerin­ge­ren Ener­gie­ver­bräu­che auf rund 75 %.

Ein­spa­run­gen: Weni­ger Sub­strat und Emis­sio­nen durch Trays

Abbil­dung 4 ver­deut­licht, dass Aus­saa­ten und Ver­meh­run­gen in Presstöpfen auf­grund der benö­tig­ten grö­ße­ren Sub­strat­men­gen erheb­lich höhe­re Emis­sio­nen haben als Kul­tu­ren in Trays. Die­ser Ver­gleich hängt aller­dings von den Grö­ßen der Pres­stöp­fe bzw. den Zell­grö­ßen der Trays ab. Durch die star­ke Ver­pres­sung des Sub­strats in Presstöpfen wer­den grö­ße­re Men­gen pro Pflan­ze ver­braucht, wodurch auch die sub­strat­be­ding­ten Emis­sio­nen stei­gen.

Im kal­ku­lier­ten Ver­gleich waren die Tray­zel­len deut­lich klei­ner als die Pres­stöp­fe. Damit wur­de pro Pflan­ze weni­ger Sub­strat benö­tigt und es stan­den mehr Pflan­zen auf einem Gewächs­haus­qua­drat­me­ter: Bei den Trays wuch­sen 295 Kohl­pflan­zen pro Kis­te, bei den Presstöpfen waren es 140 Kohl­pflan­zen pro Kis­te. Dadurch san­ken die sub­strat- sowie ener­gie­be­ding­ten Emis­sio­nen. Die Emis­sio­nen aus den ein­ge­setz­ten Kunst­stoff­trays und der län­ge­ren Kul­tur­dau­er hat­ten kei­nen nen­nens­wer­ten Ein­fluss auf die Gesamt­kal­ku­la­ti­on.

Tho­mas Hanen­berg und Kat­rin Irß­lin­ger

Für uns war es doch eine gute Erfah­rung und ein ers­ter Kon­takt mit die­sem The­ma. Viel­leicht sind wir momen­tan der Zeit noch etwas vor­aus, jedoch wird für den End­ver­brau­cher und somit auch für unse­re Kun­den – der Fach­han­del – das The­ma ‚Umwelt und Nach­hal­tig­keit‘ immer bedeu­ten­der. Die Prä­sen­ta­ti­on unse­rer Treib­haus­gas­bi­lanz zeig­te, dass es in unse­rem Fall sinn­voll ist, die Treib­haus­gas­bi­lanz auf das ein­zel­ne Pro­dukt her­un­ter­zu­bre­chen. So kön­nen wir die­se Kenn­zahl als Mehr­wert für unser Mar­ke­ting-nut­zen.“

Alter­na­ti­ven: Gerin­ge­re Emis­si­ons­ak­ku­mu­la­ti­on im End of life

Die bis hier beschrie­be­ne Kal­ku­la­ti­on von CCF und PCF kon­zen­triert sich auf die Wert­schöp­fungs­ket­te des Gar­ten­bau­be­trie­bes ein­schließ­lich der von ihm ein­ge­kauf­ten Betriebs­mit­tel. Die­se Kal­ku­la­ti­on endet am Werks­tor des Gar­ten­bau­be­trie­bes (Crad­le-to-Gate-Betrach­tung), also zum Zeit­punkt, wenn Pflan­zen den Betrieb ver­las­sen und z. B. wei­ter­ver­kauft wer­den.

Mit Blick auf den PCF der Pflan­zen ist jedoch eine wei­ter­ge­hen­de Betrach­tung zweck­mä­ßig. Denn das genutz­te Sub­strat wird im Lau­fe der Zeit voll­stän­dig zer­fal­len und wei­te­re Men­gen CO2 frei­set­zen. Hier­bei spielt es kei­ne Rol­le, in wel­chem Kon­text das Sub­strat zer­fällt, sei es auf einer agrar­wirt­schaft­li­chen Flä­che, sei es beim End­ver­brau­cher. Von Bedeu­tung ist, wel­che Emis­sio­nen einer Pflan­ze zusätz­lich zuge­rech­net wer­den müs­sen, wenn man ihren gesam­ten Lebens­zy­klus betrach­tet (End-of-Life-Betrach­tung). Das Pro­dukt „Pflan­ze“ an sich – unab­hän­gig vom Gar­ten­bau­be­trieb – häuft ent­lang der Wert­schöp­fungs­ket­te wei­te­re Emis­sio­nen auf, z. B. durch Trans­por­te oder aber durch das Sub­strat, in dem es kul­ti­viert wur­de und in dem es womög­lich bis zur Kom­pos­tie­rung ste­hen wird.

Gera­de in die­ser umfas­sen­den Betrach­tung des gesam­ten Lebens­zy­klus‘ einer Pflan­ze (End-of-Life) wir­ken sich alter­na­ti­ve Aus­gangs­stof­fe im Kul­tur­sub­strat posi­tiv aus, da sie dazu bei­tra­gen, den PCF einer Pflan­ze deut­lich zu sen­ken. Hin­ter­grund ist, dass nach­wach­sen­de Sub­strat­aus­gangs­stof­fe kei­ne eige­nen Emis­sio­nen ver­ur­sa­chen, da sie im Sin­ne eines Kreis­laufs zunächst Koh­len­stoff aus der Luft auf­neh­men, um ihn spä­ter wie­der frei­zu­ge­ben. Daher fal­len Emis­sio­nen nur durch die beglei­ten­den Pro­duk­ti­ons­pro­zes­se (z. B. Auf­fa­se­rung von Holz­hack­schnit­zeln) an. Torf dage­gen gilt als „fos­si­ler“ Roh­stoff, bei ihm wer­den die Emis­sio­nen aus der Zer­set­zung voll ange­rech­net.

In der Crad­le-to-Gate-Betrach­tung – also bis zum Werks­tor des Betrie­bes – haben alter­na­ti­ve Aus­gangs­stof­fe hin­ge­gen nur gerin­ge Effek­te. Grund hier­für ist die kur­ze Zeit­dau­er, die das Sub­strat im Betrieb genutzt wird. Dem­entspre­chend gerin­ge Antei­le der Emis­sio­nen aus dem Sub­strat fal­len im Betrieb an. Der Groß­teil des eigent­li­chen Zer­set­zungs­pro­zes­ses fin­det an den spä­te­ren Sta­tio­nen der Wert­schöp­fungs­ket­te statt. Eine ver­ein­fach­te Dar­stel­lung hier­zu bie­tet Abbil­dung 5.

Abbil­dung 6 ergänzt den Pro­duct Car­bon Foot­print (PCF) einer Pflan­ze in der Crad­le-to-Gate-Betrach­tungs­wei­se um die zusätz­li­chen Emis­sio­nen aus der End-of-Life-Betrach­tung. Ver­gli­chen wird dabei Feld­sa­lat im 4‑cm-Pres­stopf, der im rei­nen Schwarz­torf­sub­strat ange­zo­gen wur­de, mit einem Feld­sa­lat, des­sen Schwarz­torf­sub­strat 10 % Holz­fa­sern zuge­mischt wur­den. Zu erken­nen ist, dass der PCF der Pflan­ze in der End-of-Life-Betrach­tung bereits deut­lich sinkt. Zusätz­li­che Emis­si­ons­min­de­run­gen kön­nen dem­entspre­chend durch höhe­re Pro­zent­an­tei­le von Holz­fa­sern erzielt wer­den.

 

Zusam­men­fas­sung: Ergeb­nis­se im Über­blick

Die im Rah­men die­ses Pro­jek­tes ermit­tel­ten PCFs zu ver­schie­de­nen Kul­tur­va­ri­an­ten führ­ten u. a. zu fol­gen­den Erkennt­nis­sen:

  • Der größ­te Anteil der Emis­sio­nen im Gar­ten­bau­be­trieb ent­steht durch den Ein­satz von fos­si­len Brenn­stof­fen und Sub­stra­ten.
  • Kul­tu­ren im Win­ter ver­ur­sa­chen auf­grund der wit­te­rungs­be­dingt höhe­ren Ener­gie­ver­bräu­che und der licht­be­dingt län­ge­ren Stand­zei­ten höhe­re Emis­sio­nen als Som­mer­kul­tu­ren.
  • Aus­saa­ten und Ver­meh­run­gen in Presstöpfen füh­ren ten­den­zi­ell zu höhe­ren sub­strat­be­ding­ten Emis­sio­nen als Kul­tu­ren in Trays.
  • Die Kul­tur von Gemü­se­jung­pflan­zen unter Kalt­haus­be­din­gun­gen bewirkt rela­tiv hohe Emis­sio­nen aus den ein­ge­setz­ten Sub­stra­ten.
  • Durch die Ver­wen­dung eines Pres­stopf­sub­stra­tes mit 10 % der Holz­fa­ser GreenFibre kann der PCF in der End-of-Life-Betrach­tung je 1.000 Pflan­zen gesenkt wer­den.

Beab­sich­tigt ist eine zuneh­men­de Sen­si­bi­li­tät für Fra­gen des Kli­ma­schut­zes im Pro­duk­ti­ons­gar­ten­bau. „Aus­drück­lich erwünscht sind wei­ter­füh­ren­de Gesprä­che mit unse­ren Fach­leu­ten“, so Moritz Böcking, „um nach Mög­lich­keit auf Sub­stra­te mit einer güns­ti­ge­ren Kli­ma­bi­lanz umzu­stei­gen.“

 

Autoren

Dr. Jan Köb­bing, Land Use + Sustai­na­bi­li­ty Manage­ment; Klasmann-Deilmann GmbH

Josef Reh­me, Advi­so­ry Ser­vices + Qua­li­ty Manage­ment, Klasmann-Deilmann Ser­vice GmbH

Dirk Röse, Cor­po­ra­te Com­mu­ni­ca­ti­ons, Klasmann-Deilmann GmbH