Karriere

16.03.2017
Kim Karotki

Erfolg­reich bei Jugend forscht

Ers­ter und drit­ter Platz beim Regio­nal­ent­scheid

Die AG „Jugend forscht“ des Gym­na­si­ums Maria­num kann sich auf die Schul­ter klop­fen. Vier Schü­ler expe­ri­men­tier­ten im Labor und Gewächs­haus von Klasmann-Deilmann, um sich auf den Regio­nal­wett­be­werb in Lin­gen vor­zu­be­rei­ten. Jetzt konn­ten sie punk­ten: Sebas­ti­an Berent­zen und Chris­toph Tha­le schaff­ten es auf den drit­ten Platz und Alex­an­der Base­ni­us und Timo Väh­ning qua­li­fi­zier­ten sich mit ihrer Erst­plat­zie­rung sogar für den Lan­des­wett­be­werb in Claus­thal-Zel­ler­feld.

Seit Sep­tem­ber des letz­ten Jah­res haben die vier Schü­ler bei Klasmann-Deilmann in Gees­te eif­rig an ihren Pro­jek­ten gear­bei­tet. Alex­an­der Base­ni­us und Timo Väh­ning erforsch­ten die Wir­kung von soge­nann­ten effek­ti­ven Mikro­or­ga­nis­men (EM) auf das Pflan­zen­wachs­tum. Mit den Aus­wir­kun­gen von Aero­so­len beschäf­tig­ten sich Sebas­ti­an Berent­zen und Chris­toph Tha­le. Aus umfang­rei­chen Ver­suchs­rei­hen lei­te­ten die Schü­ler Ergeb­nis­se ab und stell­ten die­se beim Regio­nal­wett­be­werb „Jugend forscht“ in Lin­gen vor.

Die Mühe hat sich gelohnt. Mit dem Aer­so­sol-Pro­jekt schaff­ten es Sebas­ti­an Berent­zen und Chris­toph Tha­le im Fach­be­reich Che­mie auf den drit­ten Platz. Aus­gangs­punkt ihrer For­schun­gen war das Pini­en­st­er­ben in Ita­li­en. Wis­sen­schaft­ler ver­mu­ten, dass Gift­stof­fe aus der Indus­trie über den Fluss Arno ins Meer gelan­gen und als Aero­so­le mit dem Wind vom Meer her die Bäu­me schä­di­gen. Die­se Situa­ti­on woll­ten die bei­den Schü­ler des Gym­na­si­ums Maria­num aus Mep­pen mög­lichst rea­li­täts­nah simu­lie­ren, um eige­ne Über­le­gun­gen anstel­len zu kön­nen. In unse­rem Gewächs­haus besprüh­ten sie ihre Test­pflan­zen – Chi­na­kohl und Salat – mit einem flüs­si­gen Gemisch aus unter ande­rem Butan­di­ol und Pro­py­len­gly­kol.

Für Alex­an­der Base­ni­us und Timo Väh­ning geht es noch eine Run­de wei­ter. Mit ihrer Unter­su­chung zum „Wun­der­mit­tel EM“ beleg­ten sie den ers­ten Platz im Fach­be­reich Bio­lo­gie und qua­li­fi­zier­ten sich so für den Lan­des­wett­be­werb an der TU Claus­thal in Claus­thal-Zel­ler­feld. An Basi­li­kum und Papri­ka erprob­ten die bei­den Schü­ler, ob EM hält, was Anbie­ter die­ser „Wun­der­mit­tel“ ver­spre­chen. Nicht sehr viel, stell­ten sie fest: Wachs­tum, Wur­zel- und Frucht­bil­dung unter­schie­den sich bei den Pflan­zen, die mit EM behan­delt waren kaum von den Ver­gleichs­pflan­zen ohne EM. Die Zuga­be von effek­ti­ven Mikro­or­ga­nis­men wirk­te sich sogar nega­tiv auf die Frucht­bil­dung auf.

Schon vor die­sem Erfolg beim dies­jäh­ri­gen Regio­nal­wett­be­werb stand für uns und das Gym­na­si­um Maria­num fest: Von gemein­sa­men Pro­jek­ten haben bei­de Sei­ten etwas. Des­halb wird die Zusam­men­ar­beit in Zukunft inten­si­viert. Wir wer­den für die Schu­le nicht nur Ansprech­part­ner sein, wenn es um die Begab­ten­för­de­rung in Form von Pro­jek­ten wie „Jugend forscht“ geht. Auch bei der Berufs­ori­en­tie­rung in Form von Prak­ti­ka möch­ten wir unter­stüt­zen und im Leis­tungs­kurs- sowie Arbeits­ge­mein­schafts­be­reich wer­den wir Pro­jek­te mit Pra­xis­be­zug im Labor und Gewächs­haus ermög­li­chen.