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15.01.2021
Dirk Röse
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Deutsch­lands moderns­te Sub­strat­fa­brik ent­steht in Papenburg

Klasmann-Deilmann und Schul­te & Bruns inves­tie­ren in Zukunft der Substratwirtschaft

Klasmann-Deilmann errich­tet Deutsch­lands moderns­te Sub­strat­fa­brik. In enger Zusam­men­ar­beit mit Schul­te & Bruns ent­ste­hen im Papen­bur­ger Hafen ab 2025 leis­tungs­star­ke Pro­duk­ti­ons­an­la­gen. Schon im Jahr 2026 sol­len hier Torf, Holz­fa­sern, Grün­kom­post und ande­re Roh­stof­fe zu Kul­tur­sub­stra­ten für den Pro­duk­ti­ons­gar­ten­bau ver­edelt werden.

Die 1913 gegrün­de­te Klasmann-Deilmann-Grup­pe ist das welt­weit füh­ren­de Unter­neh­men der Substrat­wirtschaft. Kul­tur­sub­stra­te sind sys­tem­re­le­vant: Gut 50 % der Pro­duk­te wer­den von der Ernäh­rungs­wirt­schaft für den Anbau von Gemü­se, Salat, Bee­ren­obst, Kräu­tern und Spei­se­pil­zen genutzt. Wesent­li­cher Abneh­mer bleibt dar­über hin­aus der Baum­schul- und Zier­pflan­zen­be­reich. „Deutsch­land ist nach wie vor unser wich­tigs­ter Absatz­markt“, so Moritz Böcking, Geschäfts­füh­rer von Klasmann-Deilmann. „Wir wol­len unse­re Kun­den lang­fris­tig mit hoch­wer­ti­gen Kul­tur­sub­stra­ten belie­fern. Des­halb ist die Inves­ti­ti­on in eine moder­ne Fabrik in Papen­burg auch eine Inves­ti­ti­on in die Zukunft des deut­schen Pro­duk­ti­ons­gar­ten­baus. Wir wol­len damit jetzt, in der Coro­na-Pan­de­mie, ein star­kes Zei­chen setzen.“

Die benö­tig­ten Roh­stof­fe kom­men zukünf­tig aus ganz Euro­pa. Das Unter­neh­men ver­fügt über Tor­fres­sour­cen, die in Deutsch­land und im Bal­ti­kum nach zer­ti­fi­zier­ten Umwelt­stan­dards gewon­nen wer­den. Außer­dem bestehen meh­re­re Holz­fa­ser- und Kom­pos­tie­rungs­an­la­gen in Deutsch­land und in den Nie­der­lan­den sowie inter­na­tio­na­le Lie­fer­ver­trä­ge über Kokos, Per­li­te, Ton, Rin­de und Dün­ger. „In Papen­burg wer­den wir hoch­wertige Sub­str­at­mi­schun­gen pro­du­zie­ren, die den Kri­te­ri­en der Nach­hal­tig­keit und den hohen Qualitäts­anforderungen unse­rer Kun­den ent­spre­chen“, bestä­tigt Moritz Böcking. „Dazu bie­tet der Papen­bur­ger Hafen die opti­ma­len Bedin­gun­gen, weil wir hier Waren­strö­me aus ver­schie­de­nen Regio­nen zen­tral zusam­men­füh­ren kön­nen. In Papen­burg wird nicht nur die moderns­te Fabrik ste­hen, hier wer­den auch die inno­va­tivs­ten Sub­stra­te pro­du­ziert wer­den. Mit Schul­te & Bruns haben wir einen star­ken Part­ner an unse­rer Sei­te, der in der Bran­che fest ver­an­kert ist und mit dem uns bereits eine lan­ge Zusam­men­ar­beit verbindet.“

Bengt Fischer, Geschäfts­füh­rer des renom­mier­ten, 1882 in Papen­burg gegrün­de­ten Ree­de­rei- und Logis­tik-Unter­neh­mens Schul­te & Bruns sagt in die­sem Zusam­men­hang: „Die Koope­ra­ti­on unse­rer bei­den Fir­men stellt lang­fris­tig hohe Umschlags­men­gen für den Papen­bur­ger Hafen und eine Basis­be­schäf­ti­gung unse­rer Flot­te sicher. Wir sind dank­bar, dass die Stadt Papen­burg mit Hil­fe des Lan­des Nie­der­sach­sen und des Land­krei­ses Ems­land die neue Schleu­se fer­tig­stellt, die den Papen­bur­ger Hafen zukunfts- und wett­be­werbs­fä­hig und damit unser gemein­sa­mes, inno­va­ti­ves Pro­jekt erst mög­lich macht.”

Die Sub­strat­fa­bri­ken von Klasmann-Deilmann im mitt­le­ren Ems­land und am Küs­ten­ka­nal wer­den in den kom­men­den Jah­ren wei­ter­be­trie­ben. „Unse­re hie­si­gen Torf­vor­kom­men sind aus­rei­chend, um an meh­re­ren Stand­or­ten pro­du­zie­ren zu kön­nen“, erläu­tert Moritz Böcking. „Gleich­zei­tig ist abseh­bar, dass die Zeit der Torf­ge­win­nung in Deutsch­land zu Ende geht. Wir den­ken lang­fris­tig und schaf­fen bereits jetzt eine ech­te Per­spek­ti­ve für unser Unter­neh­men, für unse­re Mit­ar­bei­ter und vor allem für unse­re Kun­den. Dafür bie­tet Papen­burg die opti­ma­le Infra­struk­tur.“ Mit der neu­en Fabrik knüpft Klasmann-Deilmann an ein Erfolgs­mo­dell im Rot­ter­da­mer Hafen an, in dem das Unter­neh­men seit mehr als drei Jahr­zehn­ten Roh­stof­fe auf­be­rei­tet und Kul­tur­sub­stra­te her­stellt. „Den Stand­ort in den Nie­der­lan­den bau­en wir stän­dig wei­ter aus“, so Moritz Böcking, „erst in der jüngs­ten Zeit haben wir dort über zehn Mil­lio­nen Euro inves­tiert. Eine ver­gleich­ba­re Erfolgs­ge­schich­te möch­ten wir in Papen­burg beginnen.“