Karriere

30.03.2016
Kim Karotki

Bio­lo­gie-Stu­den­tin enga­giert sich in der Torf­moos­kul­ti­vie­rung

Sechs­mo­na­ti­ges Prak­ti­kum

Doro­thea Ram­mes stu­diert an der Rad­boud-Uni­ver­si­tät in Nim­we­gen Bio­lo­gie und absol­viert seit Novem­ber 2015 ein sechs­mo­na­ti­ges Prak­ti­kum bei Klasmann-Deilmann. Im Rah­men ihrer Mas­ter-Arbeit unter­sucht sie die Aus­wir­kun­gen ver­schie­de­ner Was­ser­qua­li­tä­ten auf die Torf­moos­kul­ti­vie­rung. Ein klei­ner Ein­blick in ihren Wer­de­gang und aktu­el­len Arbeits­all­tag.

Um auf der ehe­ma­li­gen Torf­ge­win­nungs­flä­che „Drenth“ nicht ein­zu­sin­ken, trägt Doro­thea Ram­mes Schnee­schu­he und kniet auf fünf Meter lan­gen Bret­tern. Die Prak­ti­kan­tin hält einen Eimer mit Torf­moo­sen in der Hand und ver­teilt sie auf dem Boden. Anschlie­ßend folgt eine Lage Stroh, um die emp­find­li­chen Moo­se vor den Wet­ter­ein­flüs­sen zu schüt­zen. An ande­rer Stel­le nut­zen ihre Kol­le­gen Vlies. Spä­ter ana­ly­siert das Team, wel­che Vari­an­te bes­ser funk­tio­niert.

Klasmann-Deilmann – die­ser Name war der 24-jäh­ri­gen Ems­län­de­rin natür­lich auf­grund der räum­li­chen Nähe schon bekannt. Hell­hö­rig mach­te sie ihr ers­tes Prak­ti­kum beim Natur­schutz­bund Deutsch­land. In den sechs Mona­ten beim NABU befass­te sie sich mit Grün­land­schutz in Über­schwem­mungs­ge­bie­ten der Ems. Als sie Klasmann-Deilmann in die­ser Zeit mit einer NABU-Dele­ga­ti­on besuch­te, lern­te sie den Sub­stra­ther­stel­ler aus der Nach­bar­schaft genau­er ken­nen.

Eine Prä­sen­ta­ti­on von Jan Köb­bing aus dem Bereich „Land Use“ bei Klasmann-Deilmann moti­vier­te die Stu­den­tin schließ­lich, sich um ihr aktu­el­les Prak­ti­kum zu bewer­ben. Jan Köb­bing hat­te über das von ihm gelei­te­te Torf­moos­pro­jekt refe­riert – das welt­weit größ­te Pro­jekt zur Kul­ti­vie­rung von Torf­moo­sen: Bis Ende 2016 wer­den zehn Hekt­ar ehe­ma­li­ge Torf­ge­win­nungs­flä­chen mit Moo­sen beimpft. Dar­aus will Klasmann-Deilmann einen nach­wach­sen­den Roh­stoff für die Sub­stra­ther­stel­lung gene­rie­ren. Das fas­zi­nier­te Doro­thea Ram­mes, die aus ihrer Vor­lie­be für das Schul­fach Bio­lo­gie her­aus bereits den ent­spre­chen­den Stu­di­en­gang gewählt und ein beson­de­res Inter­es­se für den Natur­schutz und nach­wach­sen­de Roh­stof­fe ent­wi­ckelt hat­te.

studentin_2_300316In ihrem Arbeits­all­tag unter­stützt sie Jan Köb­bing und sein Team nicht nur beim Aus­brin­gen und Abde­cken der Torf­moo­se. Die Bio­lo­gie-Stu­den­tin und ihre Kol­le­gen instal­lie­ren Däm­me in Grä­ben, um den Was­ser­fluss zu den Moos­flä­chen zu opti­mie­ren. Im Gewächs­haus bau­en sie ver­schie­de­ne Moosar­ten auf Schwarz­torf und zum Ver­gleich auf Weiß­torf an, füh­ren Expe­ri­men­te durch. „Wir mischen bei­spiels­wei­se unter­schied­li­che Nähr­stof­fe bei und tes­ten ver­schie­de­ne Was­ser­ty­pen und Zusät­ze“, erklärt Doro­thea Ram­mes, die regel­mä­ßig auf den Frei­flä­chen die Was­ser­stän­de über­prüft, um für die Moo­se best­mög­li­che Bedin­gun­gen zu schaf­fen.

Sie schätzt die Abwechs­lung zwi­schen den Arbei­ten im Feld und im Büro. Dort füt­tert sie den Com­pu­ter mit all den erhal­te­nen Daten und wer­tet sie aus. Auch dabei ist die Bio­lo­gie-Stu­den­tin enga­giert bei der Sache, möch­te eine gute Mas­ter-Arbeit schrei­ben und vor allem dazu bei­tra­gen, dass die Torf­moo­se gedei­hen und es eine ertrag­rei­che Ern­te gibt.