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11.03.2020
Nadine John
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Aus dem Dia­log ent­steht Zukunft

Land­rat Johann Wim­berg zu Gast bei Klasmann-Deilmann

Land­rat Johann Wim­berg hat sich bei der Klasmann-Deilmann GmbH über die Per­spek­ti­ven von Torf­ge­win­nung und Sub­strat­pro­duk­ti­on infor­miert. Bernd Weh­ming, Geschäfts­füh­rer der Klasmann-Deilmann-Grup­pe, und Micha­el Per­schl, Geschäfts­füh­rer der Klasmann-Deilmann Pro­duk­ti­ons­ge­sell­schaft Nord, emp­fin­gen den Land­rat des Krei­ses Clop­pen­burg in Sedels­berg.

Beglei­tet wur­de Johann Wim­berg von Tho­mas Otto, Bür­ger­meis­ter der Gemein­de Sater­land, der per­sön­li­chen Refe­ren­tin Dr. Lydia Kocar, durch Ans­gar Mey­er als Dezer­nent für Bauen/Planen/Umwelt sowie von Dirk Gehr­mann aus der Stabs­stel­le Wirt­schafts­för­de­rung.

Bernd Weh­ming brach­te Johann Wim­berg auf den neu­es­ten Stand der Ent­wick­lung der Klasmann-Deilmann-Grup­pe, die mit gut 1.000 Beschäf­tig­ten und einem Jah­res­um­satz von 220 Mio. EUR nach wie vor das welt­weit füh­ren­de Unter­neh­men der Sub­strat­bran­che ist. „Inzwi­schen gehen 47 % unse­rer Pro­duk­te in die Ernäh­rungs­wirt­schaft“, führ­te Bernd Weh­ming aus. „In der Wert­schöp­fungs­ket­te für gesun­de Nah­rungs­mit­tel nimmt unser Unter­neh­men eine wich­ti­ge Rol­le ein.“

Land­rat Johann Wim­berg (rechts) bedank­te sich bei den Geschäfts­füh­rern Micha­el Per­schl (links) und Bernd Weh­ming für die Ein­la­dung.

Micha­el Per­schl zeig­te die aktu­el­le Situa­ti­on sowie die Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten des tra­di­ti­ons­rei­chen Pro­duk­ti­ons­wer­kes im Sater­land auf. Dabei ging er vor allem der Fra­ge nach, wie sich die zuneh­men­de Her­stel­lung von Tor­fer­satz­stof­fen, der eige­ne Bahn­an­schluss und die nahe­ge­le­ge­nen Was­ser­we­ge noch stär­ker als Stand­ort­vor­tei­le nut­zen las­sen. „Wir ver­fol­gen lang­fris­ti­ge Plä­ne, um auch für die Zeit nach Been­di­gung der Torf­ge­win­nung eine zukunft­wei­sen­de Basis vor­wei­sen zu kön­nen“, so Micha­el Per­schl. „Dazu suchen wir den Schul­ter­schluss mit dem Land­kreis.“

Eine rege Dis­kus­si­on ent­stand im Zusam­men­hang mit der Kom­pos­tie­rung von Grün­rest­stof­fen aus dem Land­kreis, der mög­li­chen Rol­le des C‑Port, der Fami­li­en­freund­lich­keit und dem aus­ge­präg­ten Fokus auf Nach­hal­tig­keit bei Klasmann-Deilmann. Auch die Mög­lich­kei­ten zu einer beschleu­nig­ten Rena­tu­rie­rung ehe­ma­li­ger Gewin­nungs­flä­chen wur­den erör­tert. „Es ist ein beden­kens­wer­ter Ansatz, den Klasmann-Deilmann hier vor­schlägt“, resü­mier­te Tho­mas Otto. „Ein Groß­teil der Flä­chen liegt in unse­rem Ein­zugs­ge­biet. Die zügi­ge Wie­der­her­rich­tung von Moor­bö­den wäre für den Kli­ma- und Natur­schutz in Sedels­berg ein Zuge­winn.“

Johann Wim­berg bedank­te sich für die Ein­la­dung, sich als Land­rat bei Klasmann-Deilmann vor­stel­len zu kön­nen. „Es ist mir wich­tig, den engen Kon­takt zur Wirt­schaft zu pfle­gen“, so Wim­berg. „Unter­neh­men wie Klasmann-Deilmann sind das Rück­grat unse­rer Hei­mat­re­gi­on. Des­halb suchen wir den Aus­tausch, des­halb wol­len wir Ansprech­part­ner sein, des­halb ach­ten wir auf kur­ze Wege. Aus dem Dia­log ent­steht Zukunft.“

Einig waren sich die Betei­lig­ten über die gro­ße Schnitt­men­ge an vor­ran­gi­gen The­men, die es anzu­pa­cken gilt. „Es ist wich­tig, dass wir hier gemein­sam etwas schaf­fen“, so Bernd Weh­ming. „Am Ende kön­nen alle Sei­ten davon pro­fi­tie­ren.“

Geschäfts­füh­rer Bernd Weh­ming, Dirk Gehr­mann von der Stab­stel­le Wirt­schafts­för­de­rung, Bür­ger­meis­ter Tho­mas Otto, Land­rat Johann Wim­berg, Bau- und Umwelt­de­zer­nent Ans­gar Mey­er und Geschäfts­füh­rer Micha­el Per­schl vor der Holz­fa­ser­pro­duk­ti­on von Klasmann-Deilmann.