„Die richtigen Fundamente legen und Maßstäbe setzen.“

Seit hun­dert Jah­ren erfolg­reich in die Zukunft

Ein Unter­neh­men über einen so lan­gen Zeit­raum hin­weg erfolg­reich zu füh­ren, erfor­dert eine außer­ge­wöhn­li­che Gabe zu Inno­va­ti­on und Fort­schritt. Die Her­aus­for­de­run­gen der jewei­li­gen Zeit wer­den als Chan­ce genutzt, um Maß­stä­be zu prä­gen und das Unter­neh­men vor­an­zu­brin­gen.

Unse­re Geschich­te auf einen Bli­ck

Unse­re Unter­neh­mens­ge­schich­te reicht zurück bis ins Jahr 1913, als Georg Klasmann die Hese­per Torf­werk GmbH grün­de­te, die 1971 in Klasmann Wer­ke GmbH umbe­nannt wur­de. Die spä­te­re C. Deilmann AG begann 1920 mit der Pro­duk­ti­on von Torf. Klasmann stell­te in den ers­ten Jahr­zehn­ten haupt­säch­li­ch Ein­streu für Pfer­de­stäl­le sowie Brenn­torf her und errich­te­te ein eige­nes Torf­kraft­werk.

Ab den spä­ten 1950er Jah­ren kon­zen­trier­ten sich Klasmann und Deilmann mehr und mehr auf die Pro­duk­ti­on von Kul­tur­sub­stra­ten für den Pro­duk­ti­ons­gar­ten­bau und began­nen 1974 mit der Ent­wick­lung schwarz­torf­ba­sier­ter Kul­tur­sub­stra­te.

Aus der Fusi­on von Klasmann und Deilmann ent­stand 1990 die Klasmann-Deilmann GmbH, die Res­sour­cen in Deutsch­land, Irland, Litau­en sowie Lett­land erwarb und in moder­ne Sub­strat­fa­bri­ken inves­tier­te. Par­al­lel dazu wur­den Toch­ter­ge­sell­schaf­ten in Euro­pa, Asi­en und Nord­ame­ri­ka gegrün­det, um vor Ort prä­sent zu sein. Dar­über hin­aus ent­stand ein Netz aus Ver­triebs­part­nern, das die gan­ze Welt umspannt.

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Die Ent­wick­lung unse­res Unter­neh­mens

Über­nah­me von SIA AJ Ener­gy, SIA PA Ener­gy und SIA BNP

Klasmann-Deilmann über­nimmt die in Lett­land ansäs­si­gen Unter­neh­men SIA AJ Ener­gy, SIA PA Ener­gy und SIA BNP, die als Unter­neh­mens­grup­pe auf den Han­del mit Bio­mas­se spe­zia­li­siert sind. Damit wer­den die Akti­vi­tä­ten im Bereich Erneu­er­ba­re Ener­gi­en und Nach­wach­sen­de Roh­stof­fe ein­mal mehr ver­stärkt. Die stra­te­gi­sche Aus­rich­tung von Klasmann-Deilmann bis 2025 sieht eine deut­li­che Aus­wei­tung der Geschäf­te im Bereich Erneu­er­ba­re Ener­gi­en und Nach­wach­sen­de Roh­stof­fe vor.

Neu­er Fabrik­kom­plex in Silu­te

Im litaui­schen Silu­te wird zusätz­li­ch zu der seit 2010 lau­fen­den Sub­strat­fa­brik ein wei­te­rer hoch­mo­der­ner Fabrik­kom­plex in Betrieb genom­men, der auf die Pro­duk­ti­on von Big Bales spe­zia­li­siert ist. Die jähr­li­che Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tät der UAB Klasmann-Deilmann Silu­te steigt damit auf ins­ge­samt 1,5 Mio. m³ Kul­tur­sub­stra­te.

Mes­sung von Emis­sio­nen aus Torf­ge­win­nung

Klasmann-Deilmann beauf­tragt eine wis­sen­schaft­li­che Stu­die, um die Emis­sio­nen aus den Gewin­nungs­flä­chen von Weiß- und Schwarz­torf mes­sen und berech­nen zu las­sen. Die Mess­kam­pa­gne in Litau­en und Deutsch­land läuft über zwei Jah­re. Die Ergeb­nis­se tra­gen dazu bei, die Aus­wir­kun­gen der Torf­ge­win­nung auf das Kli­ma nicht mehr allein aus Annah­men ablei­ten zu müs­sen, son­dern kon­kret benen­nen zu kön­nen.

Inter­ne Neu­or­ga­ni­sa­ti­on von Klasmann-Deilmann

Im Jahr 2015 voll­zieht Klasmann-Deilmann einen umfas­sen­den Pro­zess zur inter­nen Neu­or­ga­ni­sa­ti­on der Hand­lungs­fel­der, Geschäfts­be­rei­che und Toch­ter­ge­sell­schaf­ten. Zum 1. Janu­ar 2016 ist die gesam­te Unter­neh­mens­grup­pe kon­se­quent in Pro­duk­ti­ons­ge­sell­schaf­ten und Ver­triebs­ge­sell­schaf­ten sowie eine Ser­vice­ge­sell­schaft auf­ge­teilt. Die Klasmann-Deilmann GmbH über­nimmt als Füh­rungs­ge­sell­schaft vor allem stra­te­gi­sche und über­grei­fen­de Auf­ga­ben.

Stra­te­gie 2025

Klasmann-Deilmann setzt die sog. „Stra­te­gie 2025“ in Kraft, die Hand­lungs­fel­der und Zie­le der kom­men­den Jah­re fest­legt. Dies betrifft vor allem eine Fort­set­zung des Wachs­tums­kur­ses in den Geschäfts­be­rei­chen Kul­tur­sub­stra­te und Erneu­er­ba­re Ener­gi­en, aber auch Maß­nah­men zum Inno­va­ti­ons­ma­nage­ment, zu den stei­gen­den Anfor­de­run­gen in Logis­tik und Pro­duk­ti­on sowie zum Employ­er Bran­ding. Als Welt­markt­füh­rer lässt sich Klasmann-Deilmann dabei durch Kri­te­ri­en der Nach­hal­tig­keit, der Part­ner­schaft und Kun­den­ori­en­tie­rung sowie durch Qua­li­tät und Zuver­läs­sig­keit lei­ten.

Nach­hal­tig­keits­be­richt für das Geschäfts­jahr 2013

In 2014 erscheint der Nach­hal­tig­keits­be­richt über das Geschäfts­jahr 2013, der erst­ma­lig eine nach ISO 14064 veri­fi­zier­te Kli­ma­bi­lanz beinhal­tet und den Richt­li­ni­en der GRI-G4 ent­spricht.

Ver­triebs­ge­sell­schaft Klasmann-Deilmann Chi­na gegrün­det

In Shang­hai wird die Ver­triebs­ge­sell­schaft Klasmann-Deilmann Chi­na gegrün­det, mit der Klasmann-Deilmann in einem der wich­ti­gen Zukunfts­märk­te nun noch stär­ke­re Prä­senz zeigt.

100 Jah­re Klasmann-Deilmann

Im Juni 2013 blickt Klasmann-Deilmann auf eine 100jäh­ri­ge Unter­neh­mens­ge­schich­te zurück. Zum Fest­akt sind Gäs­te aus Poli­tik und Wirt­schaft, die Gesell­schaf­ter sowie Kun­den und Part­ner aus der gan­zen Welt gela­den. Anläss­li­ch des Jubi­lä­ums dankt das Unter­neh­men Kun­den und Lie­fe­ran­ten sowie allen Mit­ar­bei­tern, Freun­den und Part­nern, die in der Ver­gan­gen­heit einen Teil die­ser Erfolgs­ge­schich­te mit­ge­schrie­ben haben.

Inbe­trieb­nah­me Holz­hack­schnit­zel­hei­zung

Am Stand­ort Sedels­berg wird im April 2013 offi­zi­ell die ers­te eige­ne Holz­hack­schnit­zel­hei­zung mit einer Nenn­leis­tung von 440 kW in Betrieb genom­men. Die Umstel­lung von Erd­gas auf Holz ist wirt­schaft­li­ch, spart CO2 und erhöht damit die Nach­hal­tig­keit der heu­ti­gen Klasmann-Deilmann Pro­duk­ti­ons­ge­sell­schaft Nord mbH. Seit­her sind in Lett­land und in Litau­en zwei wei­te­re Holz­hack­schnit­zel­hei­zun­gen zur Wär­me­ver­sor­gung eige­ner Stand­or­te instal­liert wor­den.

Ers­ter Nach­hal­tig­keits­be­richt

Im Jahr 2012 ver­öf­fent­licht Klasmann-Deilmann als welt­weit ers­ter Sub­stra­ther­stel­ler einen Nach­hal­tig­keits­be­richt. Die Publi­ka­ti­on fokus­siert die Akti­vi­tä­ten des Geschäfts­jah­res 2011, bilan­ziert dar­über hin­aus aber die Gesamt­heit der unter­neh­me­ri­schen Akti­vi­tä­ten, die in vie­len Berei­chen schon seit vie­len Jah­ren den Kri­te­ri­en der Nach­hal­tig­keit ent­spre­chen.

Klasmann-Deilmann Pols­ka

Seit 2012 ist Klasmann-Deilmann allei­ni­ger Gesell­schaf­ter der im Jahr 2000 gegrün­de­ten Ver­triebs­ge­sell­schaft Kro­nen-Klasmann, die nun unter Klasmann-Deilmann Pols­ka fir­miert.

Neue Gesell­schaf­ten

Die Ver­triebs­ge­sell­schaft Klasmann-Deilmann Ame­ri­cas Inc. mit Sitz in Mia­mi (USA) über­nimmt in 2011 die Absatz­re­gio­nen Süd- und Mit­tel­ame­ri­ka und voll­zieht den Markt­ein­tritt in wich­ti­ge Gar­ten­bau­re­gio­nen in den USA. Um die Ver­mark­tung von Kul­tur­sub­stra­ten in wich­ti­gen euro­päi­schen Märk­ten zu ver­stär­ken, wer­den im sel­ben Jahr die Gesell­schaf­ten Klasmann-Deilmann Ita­lia und Klasmann-Deilmann Aus­tria gegrün­det.

Enga­ge­ment in Lett­land

In 2011 ver­stärkt Klasmann-Deilmann die Akti­vi­tä­ten im Bal­ti­kum und akqui­riert in Lett­land die Blue Moun­tain Peat SIA, die im Kreis Val­miera auf etwa 1.325 ha Weiß­torf im Soden- und Fräs­torf­ver­fah­ren gewinnt. Die Gewin­nungs­be­trie­be in den Städ­ten Zilais­kalns, Raki, Tev­gar­sas, Koce­ni und Ozol­mui­za fir­mie­ren seit­dem unter Klasmann-Deilmann Lat­via SIA. Mit den neu­en Gewin­nungs­flä­chen wird die Roh­stoff­ba­sis im Bal­ti­kum ein­mal mehr erwei­tert und die zen­tra­le Pro­duk­ti­on im litaui­schen Silu­te auf Jahr­zehn­te gesi­chert.

Wech­sel in der Geschäfts­füh­rung

In der Geschäfts­füh­rung der Klasmann-Deilmann GmbH tritt Moritz Böcking die Nach­fol­ge von Dr. Hans-Georg Bel­ka an, der in den Ruhe­stand geht. Das Unter­neh­men wird seit­her von Dr. Nor­bert Siebels und Moritz Böcking geführt.

Neue Sub­strat­fa­brik in Litau­en

Im Jahr 2010 nimmt Klasmann-Deilmann in Litau­en eine neue Fabrik in Betrieb. Die Pro­duk­ti­ons­stät­te der Toch­ter­ge­sell­schaft Klasmann-Deilmann Silu­te ist dar­auf aus­ge­legt, mehr als 1 Mio. m³ Sub­stra­te pro Jahr her­zu­stel­len. Damit ist sie die leis­tungs­stärks­te Sub­strat­fa­brik des Bal­ti­kums.

Ein­füh­rung 200-Liter-Bal­len

Mit der Ein­füh­rung von 200-Liter-Bal­len greift Klasmann-Deilmann im Jahr 2010 aktiv in die logis­ti­schen Gege­ben­hei­ten ein. Hin­ter der neu­en, auch hand­li­che­ren Gebin­de­grö­ße steht ein opti­mier­tes Palet­ten­maß, mit dem die Aus­las­tung ins­be­son­de­re von Con­tai­nern ver­bes­sert wird. Das neue Palet­ten­maß ist gen­au an die Maße von Con­tai­nern ange­passt. Dadurch kann die Anzahl der ver­la­de­nen Palet­ten pro Con­tai­ner erhöht wer­den. Das führt zu effek­ti­ve­ren Logis­tik­leis­tun­gen, da Lkw und Con­tai­ner mit ins­ge­samt mehr Ware bela­den wer­den kön­nen.

Ers­te Holz­fa­ser­an­la­ge

Seit den 1990er Jah­ren setzt Klasmann-Deilmann Holz­fa­sern als Aus­gangs­stoff in Sub­stra­ten ein. In 2010 wird die ers­te Anla­ge zur Her­stel­lung einer eige­nen Holz­fa­ser in Betrieb genom­men, der in den Fol­ge­jah­ren wei­te­re Anla­gen in den Nie­der­lan­den und Irland fol­gen.

Ein­füh­rung der Holz­fa­ser GreenFibre

Die guten Erfah­run­gen mit dem Ein­satz von Holz­fa­sern in Kul­tur­sub­stra­ten mün­den in die Ein­füh­rung der Mar­ke GreenFibre, die den hohen Anspruch und die Qua­li­tät der eige­nen Holz­fa­sern unter­streicht. GreenFibre ist nach PEFC bzw. FSC zer­ti­fi­ziert und ent­spricht den Richt­li­ni­en der RHP.

Kur­zum­triebs­plan­ta­gen

Seit 2010 ver­folgt Klasmann-Deilmann vor allem im Bal­ti­kum umfang­rei­che Pro­jek­te zum Anbau von schnell wach­sen­den Baum­ar­ten im Kur­zum­trieb. Ende 2015 besitzt Klasmann-Deilmann bereits knapp 3.000 ha für die Anpflan­zung von Kur­zum­triebs­plan­ta­gen (KUP). Die Roh­stoff­ba­sis soll zukünf­tig wei­ter gestärkt wer­den, um in ver­schie­de­nen Märk­ten lang­fris­tig zu einem der wich­ti­gen KUP-Pro­du­zen­ten auf­zu­stei­gen. Dar­über hin­aus wird in den kom­men­den Jah­ren eine Pro­duk­ti­on von Brenn­stof­fen aus nach­wach­sen­den Höl­zern auf­ge­baut. Beab­sich­tigt ist eine nen­nens­wer­te Posi­tio­nie­rung als inte­grier­ter Brenn­stoff- und Logis­tik­dienst­leis­ter für Kraft­werk­be­trei­ber.

Ein­stieg in das Geschäfts­feld Nach­wach­sen­de Roh­stof­fe und Erneu­er­ba­re Ener­gi­en

Auf der Suche nach zusätz­li­chen und zukunfts­wei­sen­den Geschäfts­mög­lich­kei­ten wird der Bereich der „Erneu­er­ba­ren Ener­gi­en und Nach­wach­sen­den Roh­stof­fe“ iden­ti­fi­ziert, der zum Nach­hal­tig­keits­pro­fil von Klasmann-Deilmann passt. Im Jahr 2009 wird beschlos­sen, einen völ­lig neu­en Geschäfts­be­reich zu ent­wi­ckeln, der zugleich an die in Jahr­zehn­ten erwor­be­ne Kern­kom­pe­tenz in der Bewirt­schaf­tung gro­ßer Flä­chen und das umfas­sen­de Know-how bei der Ver­ar­bei­tung und Nut­zung von Bio­mas­se anknüpft.

Zer­ti­fi­zie­rung nach ISO 14001

Seit 2008 ist Klasmann-Deilmann nach der inter­na­tio­nal gel­ten­den Umwelt­norm ISO 14001 zer­ti­fi­ziert. Im Zen­trum steht eine auf Nach­hal­tig­keit ange­leg­te Umwelt­po­li­tik, die auf umwelt­ver­träg­li­chen und kon­trol­lier­ba­ren Pro­zes­sen im Umwelt­ma­nage­ment basiert. Sie beinhal­tet ein Umwelt­ma­nage­ment­sys­tem, das an allen Stand­or­ten der Unter­neh­mens­grup­pe umge­setzt wird.

Grün­dung UAB Bio­en­er­gi­ja LT

Im Jahr 2008 wird in Litau­en die UAB Bio­en­er­gi­ja LT gegrün­det, an der Klasmann-Deilmann zunächst 51 % der Antei­le hält. Seit 2012 ist Klasmann-Deilmann allei­ni­ger Gesell­schaf­ter, das Toch­ter­un­ter­neh­men fir­miert heu­te unter UAB Klasmann-Deilmann Bio­en­er­gy. Geschäfts­zweck ist die Pro­duk­ti­on und der Ver­trieb von Ener­gietorf und Holz­hack­schnit­zeln zur Wär­me- und Ener­gie­ge­win­nung in Bio­mas­se­kraft­wer­ken.

Ein­füh­rung der Pro­dukt­li­ni­en „Easy Gro­wing“ und „Select“

Mit der Ein­füh­rung der Pro­dukt­li­ni­en „Easy Gro­wing“ und „Select“ im Jahr 2008 greift Klasmann-Deilmann die sich vor allem in wirt­schaft­li­cher Hin­sicht ver­än­dern­den Rah­men­be­din­gun­gen des moder­nen Pro­duk­ti­ons­gar­ten­baus auf und leis­tet einen Bei­trag zur dau­er­haf­ten Bewäl­ti­gung der neu­en Her­aus­for­de­run­gen. Im Wis­sen, dass das Kul­tur­sub­strat in jedem Gar­ten­bau­be­trieb den Erfolg der jewei­li­gen Kul­tur sichern muss, bün­deln die Pro­dukt­li­ni­en „Easy Gro­wing“ und „Select“ die Stär­ken der Sub­stra­te von Klasmann-Deilmann in zwei Sor­ti­men­ten, die alle Anfor­de­run­gen des moder­nen Pro­duk­ti­ons­gar­ten­baus erfül­len.

Inbe­trieb­nah­me neu­er Pro­duk­ti­ons­hal­le in Schie­dam

2006 wer­den die bestehen­den zwei Hal­len der Trio Pot­grond Cen­trum B. V. in Schie­dam im Rot­ter­da­mer Hafen um eine drit­te ergänzt. Die neue Fabrik­hal­le ist 6.500 m² groß und ver­fügt über zwei Pro­duk­ti­ons­li­ni­en mit einer Kapa­zi­tät von jeweils 180 m³ Sub­stra­te pro Stun­de. Außer­dem kön­nen nun­mehr auch Schif­fe direkt bela­den wer­den.

Über­nah­me von Beve­co NV und Klasmann-West­ho­ek­veen NV in Bel­gi­en

Klasmann-Deilmann über­nimmt im Jahr 2005 die bel­gi­schen Unter­neh­men West­ho­ek­veen NV und Beve­co NV, die vor Ort zu den bedeu­ten­den Sub­stra­ther­stel­lern zäh­len. Nach der Schlie­ßung des Stand­or­tes Ingel­munster kon­zen­trie­ren sich die Akti­vi­tä­ten heu­te auf die Sub­strat­fa­brik in Brug­ge, die in 2011 grund­le­gend moder­ni­siert wird. Seit 2012 fir­miert die bel­gi­sche Ver­triebs­ge­sell­schaft unter Klasmann-Deilmann Bel­gi­um, der Pro­duk­ti­ons­stand­ort heißt seit 2015 Klasmann-Deilmann Brug­ge.

Über­nah­me der UAB Eze­relio Dur­pes

In 2005 über­nimmt Klasmann-Deilmann die UAB Eze­relio Dur­pes, die ins­ge­samt über gut 3.000 ha Gewin­nungs­flä­chen ver­fü­gen. Die heu­ti­ge UAB Klasmann-Deilmann Eze­relis ist mit etwa 300.000 m³ Fräs­torf pro Jahr ein wich­ti­ger Roh­stoff­lie­fe­rant für die zen­tra­le bal­ti­sche Sub­strat­pro­duk­ti­on von Klasmann-Deilmann in Silu­te sowie für Bol Peat.

We make it grow

Mit dem Slo­gan „we make it grow“ wird im Jahr 2002 eine For­mu­lie­rung gefun­den, die den Mar­ken­kern von Klasmann-Deilmann auf den Punkt bringt. Zunächst wird der Slo­gan der Pro­dukt­mar­ke „Klasmann“ zuge­ord­net, bevor er im Jah­re 2008 Teil des Unter­neh­mens­lo­gos wird.

Grün­dung einer Ver­triebs­ge­sell­schaft in Sin­ga­pur

In Sin­ga­pur wird die Ver­triebs­ge­sell­schaft Klasmann-Gree­nic gegrün­det, an der Klasmann-Deilmann zunächst 51 % der Antei­le hält. Um der zuneh­men­den Bedeu­tung der Ziel­re­gio­nen Asi­en, Ozea­ni­en und Mitt­le­rer Osten für den Gesamt­er­folg der Klasmann-Deilmann-Grup­pe gerecht zu wer­den, über­nimmt Klasmann-Deilmann in 2007 alle Antei­le des Unter­neh­mens, das fort­an unter Klasmann-Deilmann Asia Paci­fic fir­miert.

Zer­ti­fi­zie­rung nach DIN EN ISO 9001

Im Geschäfts­jahr 1998 wer­den die Wer­ke Süd und Nord der Klasmann-Deilmann GmbH erst­ma­lig nach ISO 9001 zer­ti­fi­ziert, in 1999 beginnt die Ent­wick­lung eines inter­nen Kenn­zah­len­sys­tems. Seit dem Jahr 2000 sind alle Pro­duk­ti­ons­stand­or­te der Klasmann-Deilmann-Grup­pe nach ISO 9001 zer­ti­fi­ziert.

Mar­ken Relaun­ch

Ein grund­le­gen­der Relaun­ch der Mar­ke „Klasmann“ erfolgt im Jahr 2000. U. a. wird das grü­ne „K-Logo“ moder­ni­siert und durch run­d­e­re For­men noch flo­ra­ler. Die­se Form des Logos ist bis heu­te aktu­ell, auf die zusätz­li­che Nen­nung von „Klasmann“ und „Deilmann“ kann inzwi­schen ver­zich­tet wer­den.

Grün­dung der Bal­ti­schen Torf­ge­sell­schaft mbH (BTG)

In Litau­en wird die Bal­ti­sche Torf­ge­sell­schaft (BTG) gegrün­det, an der Klasmann-Deilmann zunächst 51 % der Antei­le hält. Über die BTG erhält Klasmann-Deilmann direk­ten Zugriff auf die umfang­rei­chen und qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­gen Weiß­torf­vor­rä­te der litaui­schen Torf­ge­sell­schaf­ten UAB Silu­tes Dur­pes und UAB Lau­ke­sa WTL. 2003 erwirbt die BTG zusätz­li­ch die UAB Gedri­mai.

Inbe­trieb­nah­men der Sub­strat­fa­brik im Hafen von Rot­ter­dam

Im Mai 1996 wird die Sub­strat­fa­brik der Trio Pot­grond Cen­trum B. V. als 100-pro­zen­ti­ge Toch­ter­ge­sell­schaft von Klasmann-Deilmann im Rot­ter­da­mer Hafen in Betrieb genom­men. Aus­ge­legt ist die Fabrik auf eine Pro­duk­ti­ons­men­ge von 250.000 m³ Roh­stof­fe und Sub­stra­te pro Jahr. Schon 1997 erreicht die Pro­duk­ti­on eine Gesamt­men­ge von 325.000 m³.

Pro­dukt­mar­ke „Klasmann”

1995 wird „Klasmann“ zur Pro­dukt­mar­ke für Kul­tur­sub­stra­te. Unter Kun­den hat­te es sich längst ein­ge­bür­gert, „Klasmann“ zu kau­fen.

Maschi­nen­neu­bau ein­ge­stellt

1993 wird der Bereich Maschi­nen­neu­bau ein­ge­stellt: Die maschi­nel­le Aus­stat­tung müss­te mit erheb­li­chen Inves­ti­tio­nen – ein­schließ­li­ch des Baus einer neu­en Hal­le – moder­ni­siert wer­den. Immer mehr Auf­trä­ge betref­fen Maschi­nen in Ein­zel­fer­ti­gung, die einen hohen Ent­wick­lungs- und Kon­struk­ti­ons­auf­wand beinhal­ten und nicht in jedem Fall wirt­schaft­li­ch umsetz­bar sind.

Bol-Grup­pe

Die Bol-Grup­pe steht inner­halb der Klasmann-Deilmann-Grup­pe ab 1993 für den inter­na­tio­na­len Han­del mit Tor­froh­stof­fen für die Sub­strat­pro­duk­ti­on sowie für Dienst­leis­tun­gen beim Umschlag und bei der Lage­rung von Sub­strat­aus­gangs­stof­fen. Sitz der spä­te­ren Bol Peat B.V., die seit 1998 zu 100 % zu Klasmann-Deilmann gehört, ist Schie­dam im Rot­ter­da­mer Hafen – in direk­ter Nach­bar­schaft und Koope­ra­ti­on mit der heu­ti­gen Klasmann-Deilmann Bene­lux.

Inbe­trieb­nah­me der ers­ten Kom­pos­tie­rungs­an­la­ge

Neben der Kom­pos­tie­rungs­an­la­ge in Schwe­ger­moor betreibt Klasmann-Deilmann seit 1991 in Groß Hese­pe und seit 2006 in Dör­pen Grün­ab­fall­kom­pos­tie­rungs­an­la­gen, die deutsch­land­weit als ein­zi­ge der RHP-Güte­si­che­rung unter­lie­gen. Unter die­ser Vor­aus­set­zung darf der Kom­post auch in Klasmann Sub­stra­ten ein­ge­setzt wer­den.

Grün­dung Deut­sche Kom­post­han­dels­ge­sell­schaft mbH (DKH)

Die 1991 gegrün­de­te Deut­sche Kom­post­han­dels­ge­sell­schaft mbH (DKH) han­delt unter der Mar­ke Ter­ra­hum mit güte­ge­si­cher­ten Kom­pos­ten, Rin­den­mul­ch und -humus sowie Son­der­mi­schun­gen. Die DKH belie­fert vor allem die Torf- und Erden­in­dus­trie, bedient aber auch den Gar­ten- und Land­schafts­bau, Baum­schu­len, Betrie­be für Son­der­kul­tu­ren sowie die Land­wirt­schaft.

Ers­te Lie­fer­ver­trä­ge mit bal­ti­schen Torf­be­trie­ben

Klasmann-Deilmann knüpft ers­te Kon­tak­te ins Bal­ti­kum. Hier ste­hen die für Sub­stra­te benö­tig­ten Tor­froh­stof­fe lang­fris­tig in her­vor­ra­gen­den Qua­li­tä­ten zur Ver­fü­gung. Noch im sel­ben Jahr schließt das Unter­neh­men ers­te Lie­fer­ver­trä­ge mit loka­len Torf­be­trie­ben ab, die sich zunächst haupt­säch­li­ch auf Weiß­torf­soden und Fräs­torf bezie­hen.

Beginn der Akti­vi­tä­ten in Irland

Im Jahr 1991 über­nimmt Klasmann-Deilmann den iri­schen Torf­be­trieb Mid­land Irish Peat Moss Ltd., heu­te Klasmann-Deilmann Ire­land Ltd. 2005 wird eine Sub­strat­fa­brik in Betrieb genom­men, die ins­be­son­de­re für den bri­ti­schen Markt Weiß­torf­sub­stra­te in Bal­len, Big Bales und als lose Ware pro­du­ziert. Seit 2013 ver­fügt der Stand­ort auch über eine Holz­fa­ser­an­la­ge.

Fusi­on zur Klasmann-Deilmann GmbH

Ende der 1980er Jah­re begin­nen Ver­hand­lun­gen über einen even­tu­el­len Zusam­men­schluss der gro­ßen Wett­be­wer­ber Klasmann Wer­ke GmbH und den Torf­be­trie­ben der C. Deilmann AG, die am 1. Janu­ar 1990 in die Fusi­on zur Klasmann-Deilmann GmbH mün­den. Es beginnt ein meh­re­re Jah­re dau­ern­der Ver­än­de­rungs­pro­zess zur gegen­sei­ti­gen Inte­gra­ti­on.

Neue Geschäfts­füh­rung

Geschäfts­füh­rer der Klasmann-Deilmann GmbH wer­den Dr. Nor­bert Siebels und Dr. Hans-Georg Bel­ka, der im Jahr 2011 in den Ruhe­stand tritt.

Wech­sel Geschäfts­füh­rung

Nach­fol­ger des in die­sem Jahr aus­schei­den­den Ger­hard Kampf wird Hel­mut Men­ke, der bis 1994 Geschäfts­füh­rer bleibt.

Betei­li­gung der Klasmann Wer­ke am Torf­werk Schwe­ger­moor GmbH

Ursprüng­li­ch aus dem Jah­re 1910 stam­mend, wird die heu­ti­ge Schwe­ger­moor GmbH 1968 gegrün­det. Seit 1984 ist Klasmann an ihr betei­ligt, im Jah­re 1998 wird sie als 100­pro­zen­ti­ge Toch­ter­ge­sell­schaft inte­griert. Neben der Gewin­nung von Fräs­torf und Soden­torf für die Pro­duk­ti­on von Blu­men­er­den betreibt Schwe­ger­moor seit 1990 eine Kom­pos­tie­rungs­an­la­ge.

Klasmann Maschi­nen­bau

Bis in die 1980er Jah­re hin­ein ist der Klasmann Maschi­nen­bau eine wich­ti­ge Säu­le des Unter­neh­men. Die letz­te gro­ße Ent­wick­lung ist der sog. „Bag­ger 15“, der ab 1981 im Auf­trag der C. Deilmann AG gebaut wird. 80 Ton­nen wiegt die welt­weit ein­ma­li­ge Kon­struk­ti­on eines Eimer­lei­ter­bag­gers, die bei einer Geschwin­dig­keit von 30 Metern pro Stun­de 150 Kubik­me­ter Indus­trietorf stünd­li­ch bag­gern und aus­le­gen kann. Gegra­ben wird auf einer Brei­te von 3 Metern und einer Tie­fe von bis zu 1,7 Metern.

Inter­na­tio­na­li­sie­rung

1979 wird mit Klasmann Bene­lux die ers­te aus­län­di­sche Ver­triebs­ge­sell­schaft gegrün­det, 1980 folgt Klasmann Fran­ce. In den fol­gen­den Jah­ren geht Klasmann dazu über, ein Netz von Ver­triebs­part­nern in vie­len euro­päi­schen und außer­eu­ro­päi­schen Län­dern auf­zu­bau­en.

K-Torf

Der Auf­bau eines eigen­stän­di­gen Ver­triebs ist auf­wän­dig. Klasmann-Mit­ar­bei­ter rei­sen quer durch Euro­pa, um Kun­den von Schwarz­torf­sub­stra­ten zu über­zeu­gen. 1977 ver­mark­tet Klasmann erst­mals eige­ne Sub­stra­te unter dem Mar­ken­zei­chen „K-Torf“. Den Anfang machen die Sub­stra­te Pot­grond H und Pot­grond P, die heu­te zu den Klas­si­kern zäh­len.

Bei­tritt zur nie­der­län­di­schen RHP

Klasmann wird über die Toch­ter­ge­sell­schaft „Trio B.V.“ Mit­glied der nie­der­län­di­schen Rege­ling Han­dels Pot­gronden (RHP), die nach stren­gen Kri­te­ri­en die Qua­li­tät von Roh­stof­fen und Zuschlag­stof­fen für den Ein­satz in Kul­tur­sub­stra­ten sowie die Pro­duk­ti­ons­stät­ten kon­trol­liert.

Aus­tritt aus dem Torf­streu­ver­band

Klasmann ver­sucht, den Torf­streu­ver­band zu einem Stra­te­gie­wech­sel zu über­re­den und Schwarz­torf eben­so wie Weiß­torf bei der Pro­duk­ti­on von Kul­tur­sub­stra­ten ein­zu­set­zen, fin­det aber kei­ne Mehr­heit. Dar­auf­hin ver­las­sen die Klasmann Wer­ke den Ver­band, nur wenig spä­ter kün­di­gen auch die Torf­be­trie­be der C. Deilmann AG ihre Mit­glied­schaft.

Betrieb des Torf­kraft­werks in Rüh­le wird ein­ge­stellt

Der Betrieb des Torf­kraft­werks in Rüh­le wird ein­ge­stellt. Damit ent­fällt der wich­tigs­te Absatz­ka­nal für Brenn­torf. Als eben­bür­ti­ge Nach­fol­ge­lö­sung erweist sich ein Lie­fer­ver­trag über sog. Indus­trietorf, der zur Her­stel­lung von Aktiv­koh­le in die Nie­der­lan­den gelie­fert wird.

Neue Geschäfts­füh­rung

Im Zuge der Neu­or­ga­ni­sa­ti­on der Unter­neh­mens­grup­pe wer­den Ern­st Siebels und Ger­hard Kampf zu Geschäfts­füh­rern der Klasmann Wer­ke ernannt. Ger­hard Kampf schei­det 1988 aus, Ern­st Siebels wech­selt im Zuge der Fusi­on 1990 in den Auf­sichts­rat.

Fusio­nie­rung

Zum 1. Janu­ar 1971 fusio­nie­ren die „Hese­per Torf­wer­ke“ sowie die Toch­ter­ge­sell­schaf­ten „Anna­veen“ und „Torf­werk Klasmann Velen“ zur „Klasmann Wer­ke GmbH“. Das Unter­neh­men beginnt mit der sys­te­ma­ti­schen Aus­rich­tung auf die Nut­zung von Weiß- und Schwarz­torf.

Deilmann erwirbt das Torf­werk Neu­haus

Deilmann erwirbt den Sub­strat- und Erden­her­stel­ler „Torf­werk Neu­haus GmbH“ in Reh­den, dehnt damit sei­ne Roh­stoff­ba­sis wei­ter aus, ver­grö­ßert die Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten und erreicht einen direk­te­ren Zugang zum Markt. „Neu­haus“ eta­bliert sich vor allem in Spa­ni­en, Frank­reich und Ita­li­en.

Füh­rung der Torf­be­trie­be C. Deilmann

Da die Torf­be­trie­be in der Deilmann-Grup­pe kei­ne juris­ti­sch eigen­stän­di­ge Gesell­schaft bil­den, wird kein eige­ner Geschäfts­füh­rer beschäf­tigt, son­dern die­ser „Geschäfts­be­reich“ über die Unter­neh­mens­zen­tra­le mit­ver­wal­tet. Bis zur Fusi­on 1990 ist hier zuletzt der Gesell­schaf­ter Hans Carl Deilmann zustän­dig. Geschäfts­füh­rer der Torf­wer­ke Neu­haus sind Rudolf Diek­mann und Bru­no Meiß­ner.

Georg Klasmann stirbt

Der Tarif­kon­flikt im Früh­jahr 1961 wird tra­gi­sch unter­bro­chen, als Georg Klasmann am 5. März 1961 stirbt. Aus Respekt vor dem ange­se­he­nen Fir­men­grün­der wer­den die Streik­pos­ten am Beer­di­gungs­tag abge­zo­gen. Die Beleg­schaft nimmt geschlos­sen an der Bei­set­zung teil.

Der gro­ße Streik

Die IG Che­mie for­dert 1961 eine effek­ti­ve Erhö­hung aller Stun­den­löh­ne um 34 Pfen­nig – was z. B. 20 % in der Lohn­grup­pe I ent­spricht. Am 13. Febru­ar 1961 tre­ten die Tor­far­bei­ter in den Wer­ken Groß Hese­pe und Anna­veen in einen unbe­fris­te­ten Streik, der erst am 17. April 1961 endet. Die Beleg­schaft erhält eine Lohn­er­hö­hung zwi­schen 25 und 31 Pfen­nig.

Pro­duk­ti­ons­gar­ten­bau

Für den Pro­duk­ti­ons­gar­ten­bau beginnt Deilmann 1959 am Stand­ort Sedels­berg mit der Pro­duk­ti­on des welt­weit ers­ten Fer­tig­sub­strats, einer Mischung aus Weiß­torf, Kalk, Dün­ger und Spu­ren­ele­men­ten und jeder­zeit in glei­cher Zusam­men­set­zung erhält­li­ch.

Florabella

Am 5. April 1957 mel­det die Hese­per Torf­werk GmbH die Wort­mar­ke „FLORABELLA“ beim Deut­schen Patent- und Mar­ken­amt (DPMA) zur Regis­trie­rung in der Klas­se 04 (Torf­mull, Torf­streu, Torf als Dün­ge­mit­tel) an.

Hese­per Torf­wer­ke GmbH

Wolf­gang Dill wird zusätz­li­ch zu Georg Klasmann und Wil­helm Schel­ling zum Geschäfts­füh­rer der Hese­per Torf­wer­ke GmbH ernannt. Bis 1971 bleibt er an der Spit­ze des Unter­neh­mens.

Hese­per Torf­wer­ke GmbH

Wil­helm Schel­ling wird zusätz­li­ch zu Georg Klasmann in die Geschäfts­füh­rung der Hese­per Torf­wer­ke GmbH beru­fen. Bis 1971 bleibt er Geschäfts­füh­rer.

Voll­me­cha­ni­sche Weiß­torf­ge­win­nung

Die Repa­ra­tur­werk­statt der Hese­per Torf­wer­ke GmbH ent­wi­ckelt schon in den 1930er Jah­ren eine funk­ti­ons­fä­hi­ge Maschi­nen­bau­ab­tei­lung, die vor und nach dem Zwei­ten Welt­krieg selbst ent­wi­ckel­te und gebau­te Bag­ger, Soden­samm­ler und Umset­zer in das In- und Aus­land ver­kauft. Der Durch­bruch gelingt dem Klasmann’schen Maschi­nen­bau Mit­te der 1950er Jah­re mit der Ver­mark­tung sei­ner paten­tier­ten Weiß­torf­gra­be­ma­schine, die die Weiß­torf­soden sticht und voll­au­to­ma­ti­sch zum Trock­nen auf­setzt. Sie löst den per­so­nal­in­ten­si­ven Hand­torf­stich end­gül­tig ab und ent­wi­ckelt sich schnell zum Ver­kaufs­schla­ger.

Bun­des­ver­dienst­kreuz für Georg Klasmann

Am 4. Novem­ber 1953 wird Georg Klasmann im Namen des Bun­des­prä­si­den­ten das Bun­des­ver­dienst­kreuz ver­lie­hen. Regie­rungs­prä­si­dent Dr. Egon Frie­mann hebt die Ver­diens­te von Georg Klasmann für die Torf­wirt­schaft und den ems­län­di­schen Wirt­schafts­raum her­vor.

Ems­land­plan

Der Ems­land­plan wird umge­setzt. Otto­m­ey­er-Pflü­ge durch­bre­chen Ortstein­schich­ten im Moor; Vor­flu­ter und Stra­ßen wer­den gebaut, Flüs­se regu­liert, und im Bourtan­ger Moor ent­ste­hen neue Sied­lun­gen. Die Tor­f­in­dus­trie baut die Gewin­nung aus, um Sied­lungs­land bereit zu stel­len.

Deilmann erwirbt das Torf­werk Sedels­berg

Um die Torf­ge­win­nung und -ver­ar­bei­tung auf eine noch brei­te­re Basis zu stel­len, erwirbt Deilmann im Jahr 1951 das in Sedels­berg gele­ge­ne land­wirt­schaft­li­che Moor­gut und die Torf­streu­fa­brik mit 1.200 ha Moor- und Abbau­flä­chen von den Klöck­ner-Wer­ken.

Kriegs­jah­re

Die deut­sche Tor­f­in­dus­trie muss wäh­rend der Kriegs­jah­re auf einen Groß­teil der eige­nen männ­li­chen Stamm­be­leg­schaft ver­zich­ten. Daher wird der Ein­satz von Zwangs­ar­bei­tern und Kriegs­ge­fan­ge­nen zur bit­te­ren Nor­ma­li­tät, ohne die die Gewin­nungs­be­trie­be nicht auf­recht­erhal­ten wer­den kön­nen. Dies betrifft auch die Hese­per Torf­wer­ke. Zum Stich­tag 30.11.1944 sind rund 7.500 Arbeits­kräf­te in der deut­schen Tor­f­in­dus­trie beschäf­tigt, davon etwa 1.100 Frau­en. Aus dem Inland kom­men 1.700 Per­so­nen, 2.000 Per­so­nen stam­men aus den im Osten besetz­ten Gebie­ten, wei­te­re 2.300 Zivil­per­so­nen sind ver­mut­li­ch haupt­säch­li­ch Nie­der­län­der, Bel­gier und Fran­zo­sen. Dar­über hin­aus wer­den 1.350 rus­si­sche und ita­lie­ni­sche Kriegs­ge­fan­ge­ne sowie 150 Straf­ge­fan­ge­ne in der deut­schen Tor­f­in­dus­trie ein­ge­setzt.

Klasmann baut ein eige­nes Torf­kraft­werk in Rüh­le

Von 1924 bis 1926 errich­tet das Hese­per Torf­werk das „Torf­kraft­werk Rüh­ler Moor“, das den in der Regi­on abge­bau­ten Schwarz­torf ver­brennt und mit zwei Dampf­tur­bi­nen etwa 6.600 KW Strom pro­du­ziert, der durch eine Über­land­lei­tung nach Nord­horn fließt.

Torf­bahn

Auf­grund des Man­gels an befes­tig­ten Stra­ßen im Ems­land unter­hal­ten die Torf­be­trie­be zumeist ein eige­nes Feld­bahn­netz. 1922 wird eine werks­ei­ge­ne Klein­bahn von der Torf­streu­fa­brik über Groß Hese­pe, Klein Hese­pe und Rüh­le bis nach Mep­pen fer­tig­ge­stellt.

Deilmann erwirbt Abtor­fungs­rech­te in Bör­ger­moor bei Papen­burg im Ems­land

Die C. Deilmann Berg­bau- und Tief­bau GmbH setzt unter­ta­ge ver­stärkt Pfer­de ein. Dafür wird Weiß­torf als Ein­streu benö­tigt. Das Ver­fah­ren bewährt sich und im Jah­re 1920 kauft Deilmann erst­ma­lig Abtor­fungs­rech­te im ems­län­di­schen Bör­ger­moor.

Grün­dung des Torf­streu­ver­ban­des

Am 21. Mai 1919 wird die Torf­streu­ver­band GmbH gegrün­det. Erst­un­ter­zeich­ner sind Vater und Sohn Georg Klasmann, deren Unter­neh­men mit ins­ge­samt 33,4 % betei­ligt sind. Georg Klasmann sen. wird Mit­glied des sechs­köp­fi­gen Auf­sichts­rats.

Grün­dung Veh­ne­moor GmbH

Georg Klasmann jun. und Fried­rich Graf von Lands­berg grün­den die Veh­ne­moor GmbH. Die bei­den Gesell­schaf­ter und ihr Geschäfts­füh­rer Franz Mecking begin­nen 1916 mit dem Bau einer Torf­streu­fa­brik.

Georg Klasmann grün­det die Hese­per Torf­werk GmbH

Am 2. Juni 1913 wird die Hese­per Torf­werk GmbH gegrün­det. Georg Klasmann (1885 – 1961) wird auf Lebens­zeit zum Geschäfts­füh­rer beru­fen. Von Okto­ber 1913 bis Mit­te 1915 zie­hen sich die Ent­wäs­se­rungs­ar­bei­ten im Are­al hin. Ab Dezem­ber 1913 wer­den die Fabrik­ge­bäu­de errich­tet.

Grün­dung der „C. Deilmann, Berg­bau-Unter­neh­mung“ durch Carl Deilmann

Carl Deilmann (1866 – 1936) grün­det im Alter von 22 Jah­ren die „C. Deilmann Berg­bau­un­ter­neh­mung Dort­mund“ und gilt bald als einer der erfolg­reichs­ten deut­schen Tief­bohrin­ge­nieu­re.

Hier erhält­li­ch: Die gro­ße Chro­nik der Jah­re 1913 – 2013

Georg Klasmann und die von ihm geführ­ten Unter­neh­men haben das mitt­le­re Ems­land und die Tor­f­in­dus­trie in Nord­west­deutsch­land maß­geb­li­ch geprägt. Anläss­li­ch des Jubi­lä­ums zum hun­dert­jäh­ri­gen Bestehen (1913 – 2013) gibt Dr. Micha­el Haver­kamp, Lei­ter des Ems­land Moor­mu­se­ums, die umfas­sen­de und wis­sen­schaft­li­ch fun­dier­te Chro­nik der Ent­wick­lung „Von den Hese­per Torf­wer­ken zur Klasmann-Deilmann GmbH“ her­aus. Ein­ge­bet­tet in das poli­ti­sche, wirt­schaft­li­che und kul­tu­rel­le Zeit­ge­sche­hen ent­steht hier nicht nur das leben­di­ge Bild eines gro­ßen Fami­li­en­un­ter­neh­mens, son­dern glei­cher­ma­ßen das ein­zig­ar­ti­ge Por­trait einer durch Moo­re und Torf­ge­win­nung gepräg­ten Regi­on.

Von den Hese­per Torf­wer­ken zur Klasmann-Deilmann GmbH 1913 – 2013“
Her­aus­ge­ge­ben von Micha­el Haver­kamp
unter Mit­ar­beit von Die­t­er Osten­dorf
Rasch-Ver­lag, Bram­sche, 2013
ISBN 978–3-89946–201-2
450 Sei­ten
25,00 EUR zzgl. 2,40 EUR Ver­sand­kos­ten

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