All­ge­mei­ne Ein­kaufs­be­din­gun­gen (AEB)

Zur aus­schließ­li­chen Ver­wen­dung im unter­neh­me­ri­schen Geschäfts­ver­kehr

Stand Novem­ber 2015

I. Maß­geb­li­che Bedin­gun­gen

(1) Für unse­re Ein­käu­fe, Bestel­lun­gen und Auf­trä­ge gel­ten ergän­zend zu den indi­vi­du­el­len Ver­trags­ver­ein­ba­run­gen und den gesetz­li­chen Bestim­mun­gen aus­schließ­lich die­se All­ge­mei­nen Ein­kaufs­be­din­gun­gen für den gesam­ten Geschäfts­ver­kehr zwi­schen uns und dem Ver­käu­fer, Lie­fe­ran­ten, Dienst- und Werk­leis­ter, nach­fol­gend Lie­fe­rant genannt. Ent­ge­gen­ste­hen­de oder abwei­chen­de Bedin­gun­gen des Lie­fe­ran­ten erken­nen wir nicht an, es sei denn, wir hät­ten aus­drück­lich schrift­lich ihrer Gel­tung zuge­stimmt. Die vor­lie­gen­den Ein­kaufs­be­din­gun­gen gel­ten auch dann, wenn wir in Kennt­nis ent­ge­gen­ste­hen­der oder von die­sen Ein­kaufs­be­din­gun­gen abwei­chen­de Bedin­gun­gen des Lie­fe­ran­ten die Lie­fe­rung bzw. Leis­tung vor­be­halt­los anneh­men.

(2) Die­se Ein­kaufs­be­din­gun­gen gel­ten im Fal­le einer lau­fen­den Geschäfts­ver­bin­dung auch für alle zukünf­ti­gen Ver­trä­ge.

II. Ange­bo­te, Bestel­lung und Ände­run­gen

(1) Die Aus­ar­bei­tung von Ange­bo­ten, Vor­stu­di­en, Mus­tern und ähn­li­chen Leis­tun­gen erfolgt für uns grund­sätz­lich unent­gelt­lich. Dies gilt auch für Besu­che der Lie­fe­ran­ten. Wir sind nicht zur Auf­trags­er­tei­lung ver­pflich­tet. Im Ange­bot ist auf Abwei­chun­gen von der Anfra­ge aus­drück­lich hin­zu­wei­sen. Der Lie­fe­rant ist min­des­tens einen Monat an sein Ange­bot gebun­den

(2) An Unter­la­gen, die wir dem Lie­fe­ran­ten zur Ange­bots­ab­ga­be über­las­sen, behal­ten wir uns alle Eigen­tums- und Urhe­ber­rech­te vor. Sie sind bei Nicht­ab­ga­be eines Ange­bo­tes oder nach Abwick­lung der Bestel­lung unver­züg­lich und kos­ten­los an uns zurück zu sen­den.

(3) Lie­fer­ver­trä­ge (Bestel­lung und Annah­me) und Lie­fer­ab­ru­fe sowie ihre Ände­run­gen und Ergän­zun­gen soll­ten grund­sätz­lich schrift­lich erfol­gen. Bestel­lun­gen, Lie­fer­ab­ru­fe sowie deren Ände­run­gen und Ergän­zun­gen kön­nen auch durch Daten­fern­über­tra­gung oder durch maschi­nell les­ba­re Daten­trä­ger erfol­gen.

(4) Die Annah­me unse­rer Bestellung(en) hat bin­nen zwei Wochen nach Zugang und mit­tels schrift­li­cher Auf­trags­be­stä­ti­gung mit ver­bind­li­cher Lie­fer­zeit und Prei­sen zu erfol­gen. Bis zum Ein­gang der vor­ge­nann­ten Annah­me­er­klä­rung des Lie­fe­ran­ten sind wir berech­tigt, unse­re Bestel­lung jeder­zeit zu wider­ru­fen. Von der Bestel­lung abwei­chen­de Preis- und Lie­fer­zeit­an­ga­ben bedür­fen unse­rer schrift­li­chen Bestä­ti­gung. Bestä­tig­te Prei­se gel­ten als Fest­prei­se. Lie­fer­ab­ru­fe wer­den ver­bind­lich, wenn der Lie­fe­rant nicht bin­nen einer Woche nach Zugang wider­spricht. Rah­men­auf­trä­ge berech­ti­gen nur zur Beschaf­fung von Vor­ma­te­ri­al im not­wen­di­gen Umfang. Die Anfer­ti­gung von Tei­len für Abruf­auf­trä­ge ist erst nach Ein­gang des Abru­fes zuläs­sig.

(5) Jede Bestel­lung ist in zu füh­ren­der Kor­re­spon­denz getrennt zu behan­deln. In allen Schrift­stü­cken, wie Brie­fen, Ver­sand­an­zei­gen, Rech­nun­gen, Lie­fer­schei­nen etc., sind unse­re kom­plet­te Bestell­num­mer, unse­re Geschäfts­num­mer sowie das Datum der Bestel­lung detail­liert auf­zu­füh­ren.

(6) Bei Zeich­nungs- oder Form­än­de­run­gen durch den Lie­fe­ran­ten trägt die­ser das Risi­ko einer Nicht­ab­nah­me der Ware sowie aller dadurch ver­ur­sach­ten Män­gel und Schä­den. Abwei­chun­gen in Quan­ti­tät und Qua­li­tät gegen­über dem Text und Inhalt unse­rer Bestel­lung und spä­te­re Ver­trags­än­de­run­gen gel­ten erst als ver­ein­bart, wenn wir sie aus­drück­lich schrift­lich bestä­tigt haben.

(7) Vor Aus­füh­rung der Bestel­lung sind wir in Abspra­che mit dem Lie­fe­ran­ten berech­tigt, Ände­run­gen der Kon­struk­ti­on, Lie­fer­men­ge und Lie­fer­zeit zu ver­lan­gen. Die Aus­wir­kun­gen der Ände­rung sind ange­mes­sen und ein­ver­nehm­lich zu regeln. Beden­ken gegen die von uns gewünsch­ten Ände­run­gen hat uns der Lie­fe­rant unver­züg­lich mit­zu­tei­len. Kann kei­ne Eini­gung erzielt wer­den, sind wir zum Rück­tritt berech­tigt. Der Lie­fe­rant erhält in die­sem Fall einen ange­mes­se­nen Auf­wen­dungs­er­satz. Der Lie­fe­rant ist ohne Abspra­che mit uns nicht berech­tigt, Ände­run­gen in Kon­struk­ti­on oder Aus­füh­rung gegen­über frü­he­ren, gleich­ar­ti­gen Lie­fe­run­gen und Leis­tun­gen vor­zu­neh­men.

III. Lie­fer­ter­mi­ne, Lie­fer­fris­ten, Ver­zug

(1) Ver­ein­bar­te Ter­mi­ne und Fris­ten in Bestel­lun­gen und Abru­fen sind ver­bind­lich. Lie­fer­zei­ten lau­fen vom Datum der Bestel­lung ab. Vor Ablauf des Lie­fer­ter­mins sind wir zur Abnah­me nicht ver­pflich­tet. Maß­ge­bend für die Ein­hal­tung von Fris­ten und Ter­mi­nen ist der Ein­gang der Lie­fe­rung in unse­ren Wer­ken oder der von uns genann­ten Emp­fangs- bzw. Ver­wen­dungs­stel­le bzw. die Recht­zei­tig­keit der erfolg­rei­chen Abnah­me. Teil­lie­fe­run­gen sind nur nach Ver­ein­ba­rung mit uns zuläs­sig. Bei ver­ein­bar­ten Teil­sen­dun­gen ist die ver­blei­ben­de Rest­men­ge auf­zu­füh­ren. Der Lie­fe­rant hat uns Schwie­rig­kei­ten, die ihn an der ter­min­ge­mä­ßen Lie­fe­rung oder der Lie­fe­rung in der vor­ge­schrie­be­nen Qua­li­tät hin­dern, unver­züg­lich mit­zu­tei­len und unse­re Ent­schei­dung über die Auf­recht­erhal­tung des Auf­trags ein­zu­ho­len. Er haf­tet für nicht oder ver­spä­tet erfolg­te Mit­tei­lun­gen.

(2) Bei frü­he­rer Anlie­fe­rung als ver­ein­bart behal­ten wir uns Rück­sen­dung auf Kos­ten und Gefahr des Lie­fe­ran­ten vor. Erfolgt bei vor­zei­ti­ger Lie­fe­rung kei­ne Rück­sen­dung, so lagert die Ware bis zum Lie­fer­ter­min bei uns auf Kos­ten und Gefahr des Lie­fe­ran­ten. Wir behal­ten uns im Fal­le vor­zei­ti­ger Lie­fe­rung vor, die Zah­lung erst am ver­ein­bar­ten Fäl­lig­keits­ta­ge vor­zu­neh­men.

(3) Bei Lie­fer­ver­zug ste­hen uns die gesetz­li­chen Ansprü­che zu. Ein Haf­tungs­aus­schluss oder eine Haf­tungs­be­gren­zung des Lie­fe­ran­ten ist aus­ge­schlos­sen. Bei Rück­tritt kön­nen wir Teil­lie­fe­run­gen gegen Gut­schrift behal­ten. Bei wie­der­hol­ter oder dau­er­haf­ter Ter­min­über­schrei­tung des Lie­fe­ran­ten sind wir zum Rück­tritt bzw. zur frist­lo­sen Kün­di­gung des Ver­tra­ges berech­tigt. Bei unver­schul­de­ter Ter­min­über­schrei­tung sind wir zum Rück­tritt berech­tigt, wenn die Ter­min­über­schrei­tung erheb­lich ist und die Dring­lich­keit der Belie­fe­rung wegen eige­ner Ter­min­bin­dung dies erfor­dert.

(4) Kommt der Lie­fe­rant in Ver­zug, so sind wir nach Mah­nung berech­tigt, eine Ver­trags­stra­fe in Höhe von 0,5 % des Net­to-Lie­fer­wer­tes bzw. der Leis­tung pro Tag zu ver­lan­gen, jedoch nicht mehr als ins­ge­samt 10 % des Net­to-Lie­fer­wer­tes bzw. der Leis­tung und vom Ver­trag zurück zu tre­ten. Die Gel­tend­ma­chung eines höhe­ren Scha­dens behal­ten wir uns vor. Die geleis­te­te Ver­trags­stra­fe wird auf einen Scha­dens­er­satz­an­spruch ange­rech­net. Das Recht, die Zah­lung einer ver­ein­bar­ten Ver­trags­stra­fe zu ver­lan­gen, wird nicht dadurch ver­wirkt, dass die Ver­trags­stra­fe bei Abnah­me der ver­spä­te­ten Lie­fe­rung nicht aus­drück­lich vor­be­hal­ten wur­de, sofern sie bis zur Schluss­zah­lung gel­tend gemacht wird.

(5) Bei Lie­fer­ver­zug des Lie­fe­ran­ten sind wir zum Deckungs­kauf berech­tigt, soweit er nach den Umstän­den sach­dien­lich ist, um dro­hen­de Fol­ge­schä­den des Ver­zugs abzu­wen­den. Die uns hier­durch ent­ste­hen­den Mehr­kos­ten hat der Lie­fe­rant zu tra­gen.

(6) Auf das Aus­blei­ben not­wen­di­ger, von uns zu lie­fern­der Unter­la­gen kann sich der Lie­fe­rant nur beru­fen, wenn er die Unter­la­gen schrift­lich ange­mahnt und nicht inner­halb ange­mes­se­ner Frist erhal­ten hat.

IV. Ver­sand, Trans­port, Ver­pa­ckung, Gefahr­über­gang, Ursprungs­nach­weis

(1) Die Lie­fe­rung erfolgt grund­sätz­lich „gelie­fert ver­zollt“ nach der Klau­sel DDP der INCOTERMS 2010. Der Lie­fe­rant muss auf allen Ver­sand­pa­pie­ren und Lie­fer­schei­nen unse­re Bestel­l­an­ga­ben anbrin­gen. Die ange­lie­fer­ten Waren müs­sen jeweils von den – meist han­dels­üb­li­chen – not­wen­di­gen Papie­ren beglei­tet sein, die eine ein­wand­freie Zuord­nung und Abwick­lung der Lie­fe­rung bei uns ermög­li­chen.

(2) Jeder Sen­dung ist ein zwei­fa­cher Lie­fer­schein bei­zu­fü­gen, in wel­chem alle in unse­rem Auf­trag vor­ge­schrie­be­nen Kenn­zeich­nun­gen, ins­be­son­de­re die Mate­ri­al­num­mer, ange­ge­ben sind. Teil- und Rest­lie­fe­run­gen sind beson­ders zu kenn­zeich­nen. Um den Inhalt einer Sen­dung ohne Öff­nen fest­stel­len zu kön­nen, ist der Lie­fer­schein ent­we­der unter dem Auf­kle­ber oder unter dem Pack­pa­pier ein­zu­le­gen, mit dem Hin­weis „hier Lie­fer­schein“. Bei Import­lie­fe­run­gen ist – je nach Ver­sand­art und Lie­fer­land – die Vor­la­ge von Waren­ver­kehrs­be­schei­ni­gun­gen, Express­gut­schei­ne, Zoll­ver­sand­schei­ne, Ursprungs­zeug­nis und Rech­nung erfor­der­lich.

(3) Der Lie­fe­rant hat für jede ein­zel­ne Sen­dung am Tage des Ver­sands eine aus­führ­li­che Ver­sand­an­zei­ge, getrennt von Ware und Rech­nung, abzu­sen­den; die­se hat zumin­dest fol­gen­de Anga­ben zu ent­hal­ten: Bestell­num­mer, Bestell­da­tum, Art, Men­ge und Gewicht der Waren, Ver­sand­art. Auf allen Ver­sand­pa­pie­ren sind die vor­ge­schrie­be­nen und zur ord­nungs­ge­mä­ßen und irr­tums­frei­en Abwick­lung not­wen­di­gen Anga­ben zu machen (z.B. Ver­sand­adres­se, Anzahl der Ver­sand­stü­cke etc.). Das gilt auch für etwai­ge beson­de­re Vor­schrif­ten für den Umgang mit der Ware, ins­be­son­de­re für Ent­la­dung, Trans­port und Lage­rung in unse­rem Betriebs­be­reich. Ver­zö­ge­run­gen, Mehr­kos­ten sowie Schä­den, die durch Nicht­be­ach­tung unse­rer Ver­sand­vor­schrif­ten ent­ste­hen, gehen zu Las­ten des Lie­fe­ran­ten.

(4) Der Lie­fe­rant hat die von uns vor­ge­ge­be­ne Ver­pa­ckung zu wäh­len und dar­auf zu ach­ten, dass durch die Ver­pa­ckung die Ware vor Beschä­di­gun­gen geschützt ist. Sofern wir kei­ne Vor­ga­be zur Ver­pa­ckung geben, sind die Waren han­dels­üb­lich zu ver­pa­cken. Wir behal­ten uns vor, sper­ri­ges Ver­pa­ckungs­gut, ins­be­son­de­re Gebin­de, Fäs­ser, Kis­ten etc. nach Ent­lee­rung und unbe­scha­det etwai­ger Trans­port- oder sons­ti­ger Abnut­zun­gen fracht­frei gegen ent­spre­chen­de Gut­schrift an den Lie­fe­ran­ten zurück­zu­sen­den. Abwei­chen­de Hand­ha­bun­gen zu den sich aus der Ver­ord­nung zur Ver­mei­dung und Ver­wer­tung von Ver­pa­ckungs­ab­fäl­len (Ver­pa­ckungs­ver­ord­nung) in ihrer jeweils aktu­el­len Fas­sung erge­ben­den Vor­schrif­ten bedür­fen unse­rer vor­he­ri­gen schrift­li­chen Zustim­mung. Für Ver­lus­te und Beschä­di­gun­gen, die wäh­rend des Trans­ports ein­schließ­lich des Ent­la­dens bis zur Abnah­me in unse­ren Wer­ken ent­ste­hen, haf­tet der Lie­fe­rant. Der Lie­fe­rant hat daher für sei­ne Lie­fe­run­gen eine aus­rei­chen­de Trans­port­ver­si­che­rung abzu­schlie­ßen.

(5) Soweit kei­ne beson­de­ren Ver­ein­ba­run­gen getrof­fen wur­den, hat der Lie­fe­rant die für uns güns­tigs­te und geeig­nets­te Trans­port­mög­lich­keit zu wäh­len. Wer­den Beför­de­rungs­kos­ten in Aus­nah­me­fäl­len von uns über­nom­men, bestim­men wir den Fracht­füh­rer, der recht­zei­tig bei uns zu erfra­gen ist. Bei die­sem sind die ver­sand­fer­ti­gen Sen­dun­gen per Fax zu avi­sie­ren. Das Fracht­gut ist im Fracht­brief so zu dekla­rie­ren, dass für die Sen­dung unter Berück­sich­ti­gung der Trans­port­si­cher­heit der zuläs­sig bil­ligs­te Fracht­satz berech­net wird.

(6) Die Gefahr geht erst mit der Ablie­fe­rung incl. Abla­dung durch den Lie­fe­ran­ten oder das Trans­port­un­ter­neh­men an die von uns ange­ge­be­ne Ver­sand­adres­se oder mit Auf­stel­lung und Abnah­me in unse­rem Werk über. Dies gilt auch dann, wenn unser Per­so­nal beim Ent­la­den behilf­lich ist. Bis zur Ver­sen­dung ist die Ware kos­ten­los und auf Gefahr des Lie­fe­ran­ten für uns zu ver­wah­ren.

(7) Soweit die vom Lie­fe­ran­ten für uns her­ge­stell­ten Waren für den Export benö­tigt wer­den, ist der Lie­fe­rant bei Kennt­nis hier­über ver­pflich­tet, eine schrift­li­che Erklä­rung über den zoll­recht­li­chen Ursprung der Lie­fer­ge­gen­stän­de abzu­ge­ben. Die­se Erklä­rung ist uns spä­tes­tens mit der ers­ten Lie­fe­rung zuzu­lei­ten.

(8) Der Ursprung neu auf­ge­nom­me­ner Lie­fer­ge­gen­stän­de oder ein Ursprungs­wech­sel ist uns unver­züg­lich und unauf­ge­for­dert anzu­zei­gen. Der Lie­fe­rant haf­tet für sämt­li­che Nach­tei­le, die uns durch eine nicht ord­nungs­ge­mä­ße oder ver­spä­te­te Abga­be der Lie­fe­ran­ten­er­klä­rung ent­ste­hen. Soweit erfor­der­lich, hat der Lie­fe­rant sei­ne Anga­ben zum Waren­ur­sprung mit­tels eines von sei­ner Zoll­stel­le bestä­tig­ten Aus­kunfts­blat­tes nach­zu­wei­sen.

(9) Die Waren­an­nah­me erfolgt nur wäh­rend unse­rer gewöhn­li­chen Geschäfts­zei­ten. Wir sind berech­tigt, den Lie­fe­ran­ten ein­ge­schränk­te Zeit­fens­ter vor­zu­ge­ben, inner­halb derer eine Anlie­fe­rung erfol­gen kann.

V. Prei­se, Rech­nun­gen, Zah­lun­gen, Ver­schlech­te­rung der Kre­dit­wür­dig­keit, For­de­rungs­ab­tre­tung sowie Leis­tungs­ver­wei­ge­rungs-, Auf­rech­nungs- und Zurück­be­hal­tungs­rech­te

(1) Die Prei­se ver­ste­hen sich gelie­fert, ver­zollt, frei unse­rem Werk oder frei dem jeweils ver­trag­lich ver­ein­bar­ten Lie­fer­ort nach Maß­ga­be der Klau­sel DDP (Deli­ve­r­ed Duty Paid) der INCOTERMS 2010. Der in der Bestel­lung aus­ge­wie­se­ne Preis gilt als Höchst­preis. Er kann unter­schrit­ten, nicht aber über­schrit­ten wer­den. Der Lie­fe­rant wird uns kei­ne ungüns­ti­ge­ren Prei­se und Bedin­gun­gen ein­räu­men als ande­ren Abneh­mern, wenn und soweit die­se ihm gegen­über im kon­kre­ten Fall glei­che oder gleich­wer­ti­ge Vor­aus­set­zun­gen bie­ten. Mehr­wert­steu­er ist geson­dert aus­zu­wei­sen, soweit sie anfällt. Die Ver­pa­ckung ist im Preis inbe­grif­fen. Ist aus­nahms­wei­se etwas ande­res ver­ein­bart, so ist die Ver­pa­ckung zum Selbst­kos­ten­preis zu berech­nen. Bei Berech­nung von Ver­pa­ckungs­ma­te­ri­al, das der Rück­sen­dung unter­liegt, hat vol­le Gut­schrift zu erfol­gen.

(2) Rech­nun­gen sind sofort nach Lie­fe­rung für jede Bestel­lung geson­dert zu ertei­len, in zwei­fa­cher Aus­fer­ti­gung unter Kenn­zeich­nung des Ori­gi­nals und der Kopie sowie unter Anga­be des Bestell­da­tums, unse­rer Bestell­num­mer und soweit in unse­rer Bestel­lung ange­ge­ben unse­rem Bestel­ler und dem Bestell­grund.

(3) Zah­lungs­fris­ten lau­fen von dem fest­ge­leg­ten Lie­fer­ter­min, frü­hes­tens vom Ein­gangs­tag von Ware und Rech­nung, je nach­dem, wel­cher der spä­te­re Ter­min ist, an. Eine Zah­lung bedeu­tet kei­ne Aner­ken­nung von Geschäfts­be­din­gun­gen und Prei­sen. Der Zeit­punkt der Zah­lung hat auf die Gewähr­leis­tung des Lie­fe­ran­ten und auf unser Rüge­recht kei­nen Ein­fluss. Sofern nichts ande­res aus­drück­lich ver­ein­bart ist, leis­ten wir Zah­lun­gen in Euro frei inlän­di­sche Bank­ver­bin­dung des Lie­fe­ran­ten. Die Zah­lung erfolgt per Über­wei­sung oder Scheck und zwar erst nach voll­stän­di­gem Ein­gang der man­gel­frei­en Ware bzw. voll­stän­di­ger man­gel­frei­er Leis­tung und nach Ein­gang der Rech­nung. Bei zuläs­si­gen Teil­lie­fe­run­gen gilt dies ent­spre­chend. Zeit­ver­zö­ge­run­gen, die durch unrich­ti­ge oder unvoll­stän­di­ge Rech­nun­gen ent­ste­hen, beein­träch­ti­gen kei­ne Skon­to­fris­ten. Die Zah­lung erfolgt unter dem Vor­be­halt der Rech­nungs­prü­fung. Bean­stan­dun­gen und Rügen hin­sicht­lich der Lie­fer­ge­gen­stän­de berech­ti­gen uns, fäl­li­ge Zah­lun­gen im ange­mes­se­nen Umfang zurück­zu­hal­ten.

(4) Erfolgt die Lie­fe­rung erst nach Rech­nungstel­lung ist der Tag der Lie­fe­rung maß­geb­lich. Bei Skon­to­ge­wäh­rung erfolgt die Bezah­lung nach Maß­ga­be der Skon­to­ver­ein­ba­rung, min­des­tens aber bis zu 14 Tagen abzüg­lich 3% Skon­to und bis zu 30 Tagen net­to. Maß­geb­lich für die­se Frist ist der Tag der Lie­fe­rung oder die spä­te­re Inrech­nungstel­lung.

(5) Ein Zah­lungs­ver­zug durch uns ist im Fal­le ein­fa­cher Fahr­läs­sig­keit auf die dadurch typi­scher­wei­se ein­tre­ten­den Schä­den begrenzt.

(6) Sofern mit dem Lie­fe­ran­ten Vor­aus­zah­lun­gen ver­ein­bart wer­den, ist von die­sem, Zug um Zug gegen Leis­tung und in Höhe der Vor­aus­zah­lung, eine unbe­fris­te­te Erfül­lungs­bürg­schaft einer Bank oder Ver­si­che­rung zu erbrin­gen. Bei Lie­fer­ver­zug wer­den vom Vor­aus­zah­lungs­be­trag Ver­zugs­zin­sen in Höhe von 3% über dem Basis­zins­satz der Euro­päi­schen Zen­tral­bank von der Rech­nung gekürzt. Die Gel­tend­ma­chung etwai­ger Ver­zugs­schä­den durch uns wird in ihrer Höhe von die­ser Abzugs­re­ge­lung nicht berührt.

(7) Ver­schlech­tert sich die Kre­dit­wür­dig­keit oder Lie­fer­fä­hig­keit des Lie­fe­ran­ten in einem Umfang, der die Erfül­lung des Ver­tra­ges gefähr­det oder stellt der Lie­fe­rant sei­ne Lie­fe­run­gen ein oder wird über sein Ver­mö­gen ein Insol­venz­ver­fah­ren eröff­net, sind wir zum Rück­tritt berech­tigt, das auch nur teil­wei­se aus­ge­übt wer­den kann.

(8) Der Lie­fe­rant ist ohne unse­re vor­he­ri­ge schrift­li­che Zustim­mung, die nicht unbil­lig ver­wei­gert wer­den darf, nicht berech­tigt, sei­ne For­de­run­gen gegen uns abzu­tre­ten oder durch Drit­te ein­zie­hen zu las­sen. Bei Vor­lie­gen eines ver­län­ger­ten Eigen­tums­vor­be­halts gilt die Zustim­mung als erteilt. Tritt der Lie­fe­rant sei­ne For­de­rung gegen uns ent­ge­gen der vor­he­ri­gen Rege­lung ohne unse­re Zustim­mung an einen Drit­ten ab, so ist die Abtre­tung gleich­wohl wirk­sam Wir kön­nen mit befrei­en­der Wir­kung an den Lie­fe­ran­ten oder den Drit­ten leis­ten.

(9) Leis­tungs­ver­wei­ge­rungs-, Auf­rech­nungs- und Zurück­be­hal­tungs­rech­te ste­hen uns im gesetz­li­chen Umfang zu. Dem Lie­fe­ran­ten ste­hen die­se Rech­te nur zu, soweit der Gegen­an­spruch, auf den das Leis­tungs­ver­wei­ge­rungs-, Zurück­be­hal­tungs- oder Auf­rech­nungs­recht gestützt wird, unbe­strit­ten oder rechts­kräf­tig fest­ge­stellt oder ent­schei­dungs­reif ist.

VI. Unter­su­chung, Män­gel­an­zei­ge, Abnah­me

(1) Ist Kauf­recht anwend­bar, beginnt die Pflicht zur Unter­su­chung und zur Män­gel­rü­ge erst, wenn die Lie­fe­rung an dem ver­trag­lich ver­ein­bar­ten Bestim­mungs­ort ein­ge­gan­gen ist und eine ord­nungs­ge­mä­ße Ver­sand­an­zei­ge bzw. ein Lie­fer­schein vor­liegt. Ist eine Abnah­me nach gesetz­li­chen Vor­schrif­ten oder ver­trag­li­chen Ver­ein­ba­run­gen erfor­der­lich, begin­nen die­se Ver­pflich­tun­gen erst mit dem Zeit­punkt der Abnah­me. Soweit Kauf­recht anwend­bar ist und nicht etwas ande­res ver­ein­bart wur­de, sind die Lie­fe­run­gen durch uns, soweit dies nach ord­nungs­ge­mä­ßem Geschäfts­gang tun­lich ist, auf offen­kun­di­ge Män­gel zu unter­su­chen. Eine Män­gel­rü­ge von hier­bei oder spä­ter ent­deck­ten Män­geln durch uns ist recht­zei­tig, wenn sie inner­halb einer Frist von 10 Werk­ta­gen ab Man­gel­ent­de­ckung, dem Lie­fe­ran­ten ange­zeigt wird. Der Lie­fe­rant ver­zich­tet inso­weit auf den Ein­wand der ver­spä­te­ten Män­gel­rü­ge. Bei Durch­gangs­ge­schäf­ten ist hier­bei auf die Rüge des Abneh­mers abzu­stel­len. Wir behal­ten uns vor, im Bean­stan­dungs­fall dem Lie­fe­ran­ten die im Zusam­men­hang mit der Män­gel­rü­ge ent­ste­hen­den Kos­ten zu belas­ten. Der Lie­fe­rant trägt Kos­ten und Gefahr der Rück­sen­dung man­gel­haf­ter Lie­fer­ge­gen­stän­de.

(2) Ist für den Lie­fer­ge­gen­stand gesetz­lich oder ver­trag­lich eine Abnah­me vor­ge­se­hen, so trägt der Lie­fe­rant die sach­li­chen Abnah­me­kos­ten. Der Abnah­me­ter­min ist, wenn er nicht bereits in der Bestel­lung fest­ge­legt ist, spä­tes­tens eine Woche zuvor ver­bind­lich anzu­ge­ben.

(3) Die bean­stan­de­ten Pro­duk­te blei­ben bis zum Ersatz zu unse­rer Ver­fü­gung und gehen nach Ersatz wie­der in das Eigen­tum des Lie­fe­ran­ten über.

VII. Geheim­hal­tung, Wei­ter­ga­be oder Über­tra­gung an Drit­te, Über­las­sung von Unter­la­gen, Min­dest­lohn

(1) Die Ver­trags­part­ner ver­pflich­ten sich, alle kauf­män­ni­schen und tech­ni­schen Ein­zel­hei­ten, z.B. Ver­fah­rens­be­schrei­bun­gen, Rezep­tu­ren, Ana­ly­se­me­tho­den, Zeich­nun­gen und sons­ti­ge Anga­ben, die dem Lie­fe­ran­ten für die Her­stel­lung der Lie­fe­rung von uns über­las­sen wer­den, oder die vom Lie­fe­ran­ten nach beson­de­ren Anga­ben von uns ange­fer­tig­ten Zeich­nun­gen, die ihnen durch die Geschäfts­be­zie­hun­gen bekannt wer­den, als Geschäfts­ge­heim­nis zu behan­deln, soweit sie nicht offen­kun­dig sind oder von uns öffent­lich zugäng­lich gemacht wur­den oder auf­grund gesetz­li­cher Vor­schrif­ten eine Ver­pflich­tung zur Offen­le­gung besteht. Sämt­li­che durch uns zugäng­lich gemach­ten geschäft­li­che oder tech­ni­sche Infor­ma­tio­nen und Unter­la­gen dür­fen im Betrieb des Lie­fe­ran­ten nur den­je­ni­gen Per­so­nen zur Ver­fü­gung gestellt wer­den, die für deren Ver­wen­dung zum Zweck der Her­stel­lung und Lie­fe­rung an uns not­wen­di­ger­wei­se her­an­ge­zo­gen wer­den müs­sen und ent­spre­chend zur Geheim­hal­tung ver­pflich­tet wor­den sind.

(2) Der Lie­fe­rant ist zur Geheim­hal­tung der Unter­la­gen und Infor­ma­tio­nen auch im vor­ver­trag­li­chen Sta­di­um und nach Abwick­lung der ein­zel­nen Auf­trä­ge ver­pflich­tet. Auf unser Ver­lan­gen, spä­tes­tens aber nach Auf­trags­ab­wick­lung, sind sämt­li­che von uns über­las­se­nen Gegen­stän­de, Auf­zeich­nun­gen, Datei­en und Unter­la­gen, ein­schließ­lich ange­fer­tig­ter Kopi­en, voll­stän­dig an uns zurück­zu­ge­ben oder nach Abstim­mung mit uns zu ver­nich­ten. Über die Ver­nich­tung ist uns inner­halb ange­mes­se­ner Frist ein Ver­nich­tungs­nach­weis vor­zu­le­gen.

(3) Die Ver­viel­fäl­ti­gung ist nur im Rah­men der betrieb­li­chen Erfor­der­nis­se und urhe­ber­recht­li­chen Bestim­mun­gen zuläs­sig. Offen­le­gung gegen­über Drit­ten darf nur mit unse­rer vor­he­ri­gen schrift­li­chen Zustim­mung erfol­gen.

(4) Der Lie­fe­rant hat dafür Sor­ge zu tra­gen, dass sei­ne Zulie­fe­ran­ten sich ent­spre­chend ver­pflich­ten. Die Ver­trags­part­ner dür­fen nur mit vor­he­ri­ger schrift­li­cher Zustim­mung mit ihrer Geschäfts­ver­bin­dung wer­ben.

(5) Zeich­nun­gen, Werk­zeu­ge, Mus­ter, Model­le, Mar­ken und Auf­ma­chun­gen oder ähn­li­ches sowie Fer­tig­pro­duk­te und Halb­fer­tig­pro­duk­te, die von uns über­las­sen oder in unse­rem Auf­trag her­ge­stellt wer­den, blei­ben oder wer­den unser Eigen­tum und dür­fen an Drit­te nur mit unse­rer aus­drück­li­chen vor­he­ri­gen schrift­li­chen Zustim­mung gelie­fert wer­den. Vor­be­halt­lich anders lau­ten­der Ver­ein­ba­run­gen im Ein­zel­fall sind die­se unver­züg­lich mit Erle­di­gung der Bestel­lung ohne beson­de­re Auf­for­de­rung an uns zurück­zu­ge­ben. Mit der­ar­ti­gen Fer­ti­gungs­mit­teln, Mar­ken und Auf­ma­chun­gen her­ge­stell­te bzw. aus­ge­zeich­ne­te Erzeug­nis­se dür­fen nur mit unse­rer aus­drück­li­chen vor­he­ri­gen schrift­li­chen Zustim­mung an Drit­te gelie­fert wer­den.

(6) Eine Auf­trags­über­tra­gung an Drit­te ohne unse­re Ein­wil­li­gung ist unter­sagt und berech­tigt uns zum Rück­tritt und zur Gel­tend­ma­chung von Scha­den­er­satz.

(7) Der Lie­fe­rant ver­pflich­tet sich, das Gesetz zur Rege­lung eines all­ge­mei­nen Min­dest­lohns (MiLoG) ein­zu­hal­ten. Er ver­pflich­tet sich ins­be­son­de­re, an sei­ne Mit­ar­bei­ter, Nach­un­ter­neh­mer etc., die mit der Aus­füh­rung der ver­ein­bar­ten Leis­tun­gen befasst sind, den jeweils gül­ti­gen gesetz­li­chen Min­dest­lohn zu zah­len.

(8) Der Lie­fe­rant haf­tet für alle Schä­den, die uns aus der schuld­haf­ten Ver­let­zung einer der vor­ge­nann­ten Ver­pflich­tun­gen erwach­sen.

VIII. Höhe­re Gewalt

Krieg, Bür­ger­krieg, Export­be­schrän­kun­gen bzw. Han­dels­be­schrän­kun­gen auf­grund einer Ände­rung der poli­ti­schen Ver­hält­nis­se sowie Streiks, Aus­sper­rung, Betriebs­stö­run­gen, Betriebs­ein­schrän­kun­gen und ähn­li­che Ereig­nis­se, die uns die Ver­trags­er­fül­lung unmög­lich oder unzu­mut­bar machen, gel­ten als höhe­re Gewalt und befrei­en uns für die Dau­er ihres Vor­lie­gens von unse­ren ver­trag­li­chen Ver­pflich­tun­gen, ins­be­son­de­re von der Pflicht zur recht­zei­ti­gen Abnah­me der Ware. Kann die Abnah­me durch uns wegen höhe­rer Gewalt sowie wegen sons­ti­ger, unvor­her­ge­se­he­ner oder außer­halb unse­res Ein­flus­ses lie­gen­der Hin­der­nis­se, die sich auf die Abnah­me der Ware aus­wir­ken, nicht recht­zei­tig erfol­gen, ver­län­gert sich die Abnah­me­frist ange­mes­sen und es ent­steht kein Annah­me­ver­zug. Dies gilt auch, wenn die­se Ereig­nis­se zu einem Zeit­punkt ein­tre­ten, in dem wir uns bereits in Ver­zug befin­den. Die Ver­trags­part­ner sind ver­pflich­tet, ihre Ver­pflich­tun­gen den ver­än­der­ten Ver­trags­ver­hält­nis­sen nach Treu und Glau­ben anzu­pas­sen. Wir sind von der Ver­pflich­tung zur Abnah­me der bestell­ten Lie­fe­rung bzw. Leis­tung ganz oder teil­wei­se befreit und inso­weit zum Rück­tritt vom Ver­trag berech­tigt, wenn die Lie­fe­rung bzw. Leis­tung wegen der durch höhe­re Gewalt ver­ur­sach­ten Ver­zö­ge­rung bei uns – unter Berück­sich­ti­gung wirt­schaft­li­cher Gesichts­punk­te – nicht mehr ver­wert­bar ist.

IX. Schutz­ge­set­ze, Qua­li­täts­si­che­rung, Doku­men­ta­ti­on

(1) Der Lie­fe­rant erklärt dass er für alle Pro­duk­te, Dienst-, Werk- und Lie­fer­leis­tun­gen die aner­kann­ten Regeln der Tech­nik und die ver­ein­bar­ten (tech­ni­schen) Daten, ins­be­son­de­re Qua­li­täts­vor­schrif­ten sowie in Betracht kom­men­de Schutz­ge­set­ze und sons­ti­ge Sicher­heits­be­stim­mun­gen ein­hält und sämt­li­che Lie­fe­run­gen bzw. Leis­tun­gen dem neu­es­ten Stand der Tech­nik, den ein­schlä­gi­gen recht­li­chen Bestim­mun­gen und den Vor­schrif­ten und Richt­li­ni­en von Behör­den, Berufs­ge­nos­sen­schaf­ten und Fach­ver­bän­den ent­spre­chen. Unab­hän­gig davon hat der Lie­fe­rant die Qua­li­tät der Lie­fer­ge­gen­stän­de stän­dig zu über­prü­fen. Die Ver­trags­part­ner wer­den sich über die Mög­lich­kei­ten einer Qua­li­täts­ver­bes­se­rung gegen­sei­tig infor­mie­ren.

(2) Der Lie­fe­rant ver­pflich­tet sich, dass sämt­li­che sei­ner Lie­fe­run­gen und Leis­tun­gen den Bestim­mun­gen der Ver­ord­nung (EG) Nr. 1907/2006 zur Regis­trie­rung, Bewer­tung, Zulas­sung und Beschrän­kung che­mi­scher Stof­fe (REACH-Ver­ord­nung) ent­spre­chen. Die in den Pro­duk­ten des Lie­fe­ran­ten ent­hal­te­nen Stof­fe sind, soweit es unter den Bestim­mun­gen der REACH-Ver­ord­nung erfor­der­lich ist, vor­zu­re­gis­trie­ren bzw. nach Ablauf der Über­gangs­frist zu regis­trie­ren, soweit der Stoff nicht von der Regis­trie­rung aus­ge­nom­men ist.

(3) Lie­fe­ran­ten, wel­che ihren Fir­men­sitz in Nicht-EU Mit­glieds­staa­ten haben, ver­pflich­ten sich, einen Only Rep­re­sen­ta­ti­ve (OR) gemäß Art. 8 REACH-Ver­ord­nung mit Sitz in der EU zu bestel­len, der uns unver­züg­lich nach Ver­trags­schluss nament­lich mit Anga­be der Adres­se bekannt zu geben ist. Der OR über­nimmt alle Regis­trie­rungs- und sons­ti­gen REACH-Pflich­ten des Lie­fe­ran­ten. Hat der OR eine Vor­re­gis­trie­rung oder Regis­trie­rung vor­ge­nom­men, muss uns dies unter Anga­be der Regis­trie­rungs­num­mer mit­ge­teilt wer­den. Bei einem Wech­sel des OR oder Ein­stel­lung der Tätig­keit des OR hat uns der Lie­fe­rant unver­züg­lich zu infor­mie­ren.

(4) Der Lie­fe­rant ver­si­chert, dass die von ihm gelie­fer­ten Pro­duk­te kei­ne Stof­fe der so genann­ten Kan­di­da­ten­lis­te gemäß Art. 59 (1, 10) der REACH-Ver­ord­nung ent­hal­ten. Der Lie­fe­rant ver­pflich­tet sich, uns unver­züg­lich schrift­lich zu unter­rich­ten, falls – gleich aus wel­chem Grund – von ihm gelie­fer­te Pro­duk­te Stof­fe der Kan­di­da­ten­lis­te ent­hal­ten; dies gilt ins­be­son­de­re im Fal­le der Erwei­te­rung / Ergän­zung der Kan­di­da­ten­lis­te. Der Lie­fe­rant benennt die ein­zel­nen Stof­fe nament­lich und teilt den Mas­sen­pro­zent­an­teil so genau wie mög­lich mit.

(5) Der Lie­fe­rant ver­pflich­tet sich wei­ter, dass die von ihm gelie­fer­ten Pro­duk­te alle Anfor­de­run­gen der Ver­ord­nung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP-Ver­ord­nung) erfül­len. Ins­be­son­de­re sichern die Nicht-EU Lie­fe­ran­ten zu, dass ihr OR für die gelie­fer­ten Pro­duk­te die Mel­dung in das Ein­stu­fungs- und Kenn­zeich­nungs­ver­zeich­nis gemäß Art. 39–42 CLP-Ver­ord­nung durch­ge­führt hat. Die Mel­dung ist uns gegen­über unver­züg­lich schrift­lich nach­zu­wei­sen.

(6) Für den Fall, dass der Lie­fe­rant gegen eine der vor­ge­nann­ten Ver­pflich­tun­gen ver­stößt, sind wir zu jeder Zeit berech­tigt, die ent­spre­chen­de Bestel­lung unver­züg­lich zu stor­nie­ren und die Annah­me der ent­spre­chen­den Lie­fe­rung zu ver­wei­gern, ohne dass uns dadurch Kos­ten ent­ste­hen. Even­tu­ell bestehen­de Scha­dens­er­satz­an­sprü­che blei­ben hier­von unbe­rührt; eine Stor­nie­rung oder Abnah­me­ver­wei­ge­rung stellt kei­nen Ver­zicht auf etwai­ge Scha­dens­er­satz­an­sprü­che dar.

(7) Der Lie­fe­rant ist ver­pflich­tet, auf­bau­end auf der inter­na­tio­na­len Norm DIN EN ISO 9001:2000 ein Qua­li­täts-Manage­ment-Sys­tem zu unter­hal­ten mit der Ver­pflich­tung zur Null-Feh­ler-Ziel­set­zung und der kon­ti­nu­ier­li­chen Ver­bes­se­rung sei­ner Leis­tun­gen.

(8) Der Lie­fe­rant hat sich bei uns zur Sicher­stel­lung von Qua­li­tät und Funk­ti­on sei­ner Pro­duk­te Kennt­nis über deren wei­te­ren Ver­wen­dungs­zweck zu ver­schaf­fen.

(9) Der Lie­fe­rant hat dafür Sor­ge zu tra­gen, dass sei­ne Lie­fe­ran­ten, Dienst- und Werk­leis­ter ein ver­gleich­ba­res Qua­li­täts-Manage­ment-Sys­tem unter­hal­ten, das die man­gel­freie Beschaf­fen­heit sei­ner Zukauf­pro­duk­te, Werk-, Dienst-, und Lie­fer­leis­tun­gen sicher­stellt. Wei­te­re Ein­zel­hei­ten sind in den indi­vi­du­el­len Ver­ein­ba­run­gen zur Qua­li­tät, mög­lichst in schrift­li­cher Form, zwi­schen den Par­tei­en zu regeln.

(10) Der Lie­fe­rant ver­pflich­tet sich, bei sei­nen Lie­fe­run­gen bzw. Leis­tun­gen und auch bei Zulie­fe­run­gen oder Neben­leis­tun­gen Drit­ter im Rah­men der wirt­schaft­li­chen und tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten umwelt­freund­li­che Pro­duk­te und Ver­fah­ren ein­zu­set­zen.
Der Lie­fe­rant haf­tet für die Umwelt­ver­träg­lich­keit der gelie­fer­ten Pro­duk­te und Ver­pa­ckungs­ma­te­ria­li­en und für alle Fol­ge­schä­den, die durch die Ver­let­zung sei­ner gesetz­li­chen Ent­sor­gungs­pflich­ten ent­ste­hen.

(11) Der Lie­fe­rant ist ver­pflich­tet, die jeweils für sei­ne Lie­fe­rung gel­ten­den Sicher­heits­da­ten­blät­ter mit der Lie­fe­rung zu über­ge­ben. Er stellt uns von allen Regress­for­de­run­gen Drit­ter für den Fall frei, dass er uns die Sicher­heits­da­ten­blät­ter nicht oder ver­spä­tet lie­fert. Das glei­che gilt für spä­te­re Ände­run­gen.

(12) Sind Art und Umfang der Prü­fun­gen sowie die Prüf­mit­tel und -metho­den zwi­schen dem Lie­fe­ran­ten und uns nicht fest ver­ein­bart, sind wir auf Ver­lan­gen des Lie­fe­ran­ten im Rah­men unse­rer Kennt­nis­se, Erfah­run­gen und Mög­lich­kei­ten bereit, die Prü­fun­gen mit ihm zu erör­tern, um den jeweils erfor­der­li­chen Stand der Prüf­tech­nik zu ermit­teln. Dar­über hin­aus wer­den wir den Lie­fe­ran­ten auf Wunsch über die ein­schlä­gi­gen Sicher­heits­vor­schrif­ten infor­mie­ren, soweit die­se für uns zugäng­lich sind.

X. Män­gel­rech­te, Ver­jäh­rung

(1) Es gel­ten die gesetz­li­chen Vor­schrif­ten, sofern nach­fol­gend nicht etwas ande­res ver­ein­bart ist.
a) Im Rekla­ma­ti­ons­fall ist der Lie­fe­rant ver­pflich­tet, uns für die durch die Bear­bei­tung der Rekla­ma­ti­on ent­stan­de­nen Mehr­auf­wen­dun­gen, z.B. für die Män­gel­rü­ge, einen Pau­schal­be­trag von 100 € zu zah­len. Dem Lie­fe­ran­ten bleibt der Nach­weis eines gerin­ge­ren Auf­wan­des und uns der Nach­weis eines höhe­ren Auf­wan­des vor­be­hal­ten.
b) Wir sind berech­tigt, vom Lie­fe­ran­ten Nach­er­fül­lung zu ver­lan­gen, den Kauf­preis zu min­dern oder vom Ver­trag zurück­zu­tre­ten und Scha­den­er­satz oder Ersatz der ver­geb­li­chen Auf­wen­dun­gen gemäß den gesetz­li­chen Vor­schrif­ten zu ver­lan­gen. Im Rah­men der Nach­er­fül­lung sind wir berech­tigt, wahl­wei­se Man­gel­be­sei­ti­gung oder Lie­fe­rung einer man­gel­frei­en Sache vom Lie­fe­ran­ten zu ver­lan­gen bzw. im Fal­le eines Werk­ver­tra­ges die Neu­leis­tung oder Neu­her­stel­lung. Der Lie­fe­rant ist ver­pflich­tet, alle zum Zweck der Man­gel­be­sei­ti­gung, Ersatz­lie­fe­rung oder Scha­den­be­sei­ti­gung erfor­der­li­chen Auf­wen­dun­gen, ins­be­son­de­re Trans­port-, Wege-, Arbeits- und Mate­ri­al­kos­ten, zu tra­gen. Führt der Lie­fe­rant die Man­gel­be­sei­ti­gung oder Ersatz­lie­fe­rung nicht inner­halb einer von uns gesetz­ten ange­mes­se­nen Frist durch oder ist die Man­gel­be­sei­ti­gung unmög­lich oder schlägt sie fehl, sind wir berech­tigt, vom Ver­trag zurück­zu­tre­ten und Scha­den­er­satz statt der Leis­tung zu ver­lan­gen. Die Nach­bes­se­rung gilt nach dem ers­ten erfolg­lo­sen Ver­such als fehl­ge­schla­gen. In drin­gen­den Fäl­len, ins­be­son­de­re wenn Gefahr im Ver­zug ist, zur Abwehr von aku­ten Gefah­ren oder Ver­mei­dung grö­ße­rer Schä­den, sind wir nach Abstim­mung mit dem Lie­fe­ran­ten berech­tigt, die Man­gel­be­sei­ti­gung selbst oder durch Drit­te auf Kos­ten des Lie­fe­ran­ten vor­neh­men zu las­sen. Ist es im Übri­gen wegen beson­de­rer Dring­lich­keit nicht mehr mög­lich, den Lie­fe­ran­ten von dem Man­gel und dem dro­hen­den Scha­den zu unter­rich­ten und ihm eine kur­ze Frist zur Nach­bes­se­rung zur eige­nen Abhil­fe zu set­zen, sind wir berech­tigt, die Man­gel­be­sei­ti­gung selbst oder durch Drit­te auf Kos­ten des Lie­fe­ran­ten vor­neh­men zu las­sen. Wird die glei­che Ware wie­der­holt feh­ler­haft gelie­fert, sind wir nach schrift­li­cher Abmah­nung bei erneut feh­ler­haf­ter Lie­fe­rung auch für den nicht erfüll­ten Lie­fer­um­fang zum Rück­tritt berech­tigt.
c) KD steht das Recht auf Rück­tritt und Scha­den­er­satz statt der gan­zen Leis­tung auch bei einer nur uner­heb­li­chen Abwei­chung von der ver­ein­bar­ten Beschaf­fen­heit oder bei nur uner­heb­li­cher Beein­träch­ti­gung der Brauch­bar­keit zu.

(2) Für das vom Lie­fe­ran­ten gefer­tig­te oder gelie­fer­te Pro­dukt bzw. für den von ihm durch­ge­führ­ten Auf­trag ver­jäh­ren unse­re Sach­män­gel­an­sprü­che und Rech­te mit Ablauf von 36 Mona­ten nach Aus­lie­fe­rung der unter Ver­wen­dung der Lie­fer­er­zeug­nis­se her­ge­stell­ten KD-Pro­duk­te, spä­tes­tens jedoch mit Ablauf von 60 Mona­ten seit der Lie­fe­rung an uns, bzw. der Abnah­me durch uns oder einen von uns benann­ten Drit­ten an der von uns vor­ge­schrie­be­nen Emp­fangs- bzw. Ver­wen­dungs­stel­le, soweit gesetz­lich kei­ne län­ge­re Ver­jäh­rungs­frist vor­ge­se­hen ist. Bei Vor­rich­tun­gen, Maschi­nen und Anla­gen beginnt die Gewähr­leis­tungs­zeit mit dem Abnah­me­ter­min, der in unse­rer schrift­li­chen Abnah­me­er­klä­rung genannt wird. Ver­zö­gert sich die Abnah­me ohne Ver­schul­den des Lie­fe­ran­ten, so beträgt die Gewähr­leis­tungs­zeit maxi­mal 60 Mona­te nach Bereit­stel­lung des Lie­fer­ge­gen­stan­des zur Abnah­me. Die Gewähr­leis­tungs­zeit für Bau­wer­ke rich­tet sich nach den gesetz­li­chen Bestim­mun­gen, für Ersatz­tei­le beträgt sie 36 Mona­te nach Einbau/Inbetriebnahme und endet spä­tes­tens 60 Mona­te nach Lie­fe­rung. Für Lie­fer­tei­le, die wäh­rend der Unter­su­chung eines Man­gels und/oder der Män­gel­be­sei­ti­gung nicht in Betrieb blei­ben konn­ten, ver­län­gert sich eine lau­fen­de Gewähr­leis­tungs­zeit um die Zeit der Betriebs­un­ter­bre­chung. Etwa ein­tre­ten­de Still­stand­zei­ten, wel­che auf Män­gel der Lieferung/Leistung zurück­zu­füh­ren sind, wer­den der Gewähr­leis­tungs­zeit hin­zu­ge­rech­net. Soweit nicht etwas ande­res ver­ein­bart wur­de, gel­ten die vor­be­nann­ten Ver­jäh­rungs­fris­ten ent­spre­chend für den Fall, dass der Lie­fe­rant eine Beschaf­fen­heits- und bzw. oder Halt­bar­keits­ga­ran­tie oder eine sons­ti­ge selb­stän­di­ge oder unselb­stän­di­ge Garan­tie für sei­ne Pro­duk­te, Arbei­ten oder Leis­tun­gen über­nom­men hat.

(3) Die Ver­jäh­rungs­frist in Abs. 2 von 60 Mona­ten gilt auch, soweit Scha­den­er­satz­an­sprü­che auf Män­geln der Lie­fe­rung oder Leis­tung beru­hen sowie für Ansprü­che, die mit einem Man­gel nicht im Zusam­men­hang ste­hen und das Gesetz hier­für kei­ne län­ge­ren Ver­jäh­rungs­fris­ten vor­ge­se­hen hat. Der Beginn der Ver­jäh­rungs­frist bestimmt sich in die­sen Fäl­len gemäß den gesetz­li­chen Bestim­mun­gen.

(4) Bei Rechts­män­geln stellt uns der Lie­fe­rant von Ansprü­chen Drit­ter frei, soweit er die Män­gel zu ver­tre­ten hat. Hin­sicht­lich Rechts­män­gel gilt eine Ver­jäh­rungs­frist von 5 Jah­ren soweit das Gesetz kei­ne län­ge­re Frist vor­sieht.

(5) Für inner­halb der Ver­jäh­rungs­frist unse­rer Män­gel­an­sprü­che neu gelie­fer­te Tei­le beginnt die Ver­jäh­rungs­frist zu dem Zeit­punkt neu zu lau­fen, in dem der Lie­fe­rant unse­re Ansprü­che auf Nach­er­fül­lung voll­stän­dig erfüllt hat bzw. sofern eine Abnah­me ver­ein­bart ist, mit der Abnah­me. Die Abnah­me ist gege­be­nen­falls bei uns schrift­lich zu bean­tra­gen. Im Fal­le der Nach­bes­se­rung bewirkt die­se einen Neu­be­ginn der Ver­jäh­rung, wenn es sich um den­sel­ben Man­gel oder um die Fol­gen einer man­gel­haf­ten Nach­bes­se­rung han­delt.

XI. Haf­tungs­frei­stel­lung, Ver­si­che­rungs­schutz

(1) Für Schä­den, die bei uns oder Drit­ten ein­tre­ten und die durch man­gel­haf­te Pro­duk­te oder Leis­tun­gen des Lie­fe­ran­ten ver­ur­sacht wur­den, stellt uns der Lie­fe­rant von der dar­aus resul­tie­ren­den Haf­tung auf ers­tes Anfor­dern frei. Im Fal­le ver­schul­dens­ab­hän­gi­ger Haf­tung gilt dies nur, soweit der Lie­fe­rant den Scha­den zu ver­tre­ten hat. Der Lie­fe­rant ver­ein­bart mit sei­nem Ver­si­che­rer die Mit­ver­si­che­rung die­ser Frei­stel­lung im Rah­men sei­ner Betriebs- und Pro­dukt-Haft­pflicht­ver­si­che­rung. Er ist ver­pflich­tet, Auf­wen­dun­gen für eine zur Ver­mei­dung von Per­so­nen- oder Sach­schä­den durch­ge­führ­te Rück­ruf­ak­ti­on zu erstat­ten, die wegen der vom Lie­fe­ran­ten schuld­haft ver­ur­sach­ten Pro­dukt­män­gel erfor­der­lich wur­de.

(2) Der Lie­fe­rant ver­pflich­tet sich, eine Betriebs- und Pro­dukt-Haft­pflicht­ver­si­che­rung mit einer Deckungs­sum­me von jeweils min­des­tens 2 Mio. € für Per­so­nen-, Sach- und Pro­dukt­ver­mö­gens­schä­den, zwei­fach jah­res­ma­xi­miert, sowie eine Rück­ruf­kos­ten­ver­si­che­rung mit einer Deckungs­sum­me von min­des­tens 1 Mio. € pro Ver­si­che­rungs­jahr zu unter­hal­ten. Die Deckung muss sich fer­ner abwei­chend von § 4 Abs.1 Ziff. 3 der All­ge­mei­nen Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen für die Haft­pflicht­ver­si­che­rung (AHB) alter Fas­sung oder Zif­fer 7.9 AHB neu­er Fas­sung auch auf Schä­den im Aus­land erstre­cken. Aus­schlüs­se für die Deckung USA/Kanada hat der Lie­fe­rant uns mit­zu­tei­len. Der Umfang der Pro­dukt-Haft­pflicht­ver­si­che­rung muss sich min­des­tens erstre­cken auf die Deckungs­for­men der sog. erwei­ter­ten Pro­dukt-Haft­pflicht­ver­si­che­rung (ProdHV) nach Maß­ga­be der Mus­ter­be­din­gun­gen des Gesamt­ver­ban­des der Deut­schen Ver­si­che­rungs­wirt­schaft e.V. (GDV), Stand Juli 2002, unter Ein­schluss der Ver­si­che­rung von Per­so­nen- und Sach­schä­den wegen Feh­lens ver­ein­bar­ter Eigen­schaf­ten der Lie­fer­pro­duk­te, Ziff. 4.1 ProdHV, Ver­bin­dung, Ver­mi­schung und Ver­ar­bei­tung der Lie­fer­pro­duk­te, Ziff. 4.2 ProdHV; Wei­ter­be- und -ver­ar­bei­tung gem. Ziff. 4.3 ProdHV; Aus- und Ein­bau­kos­ten gem. Ziff. 4.4 ProdHV; Aus­schuss­pro­duk­tio­nen durch Maschi­nen gem. Ziff. 4.5 ProdHV sowie eine Prüf- und Sor­tier­kos­ten­klau­sel gem. Ziff. 4.6 ProdHV. Auf unser Ver­lan­gen über­lässt uns der Lie­fe­rant eine dem­entspre­chen­de Bestä­ti­gung des Ver­si­che­rers (Cer­ti­fi­ca­te of Insuran­ce).

XII. Schutz­rech­te, Frei­stel­lung

(1) Der Lie­fe­rant haf­tet für Ansprü­che, die sich bei ver­trags­ge­mä­ßer Ver­wen­dung der Lie­fer­ge­gen­stän­de aus der schuld­haf­ten Ver­let­zung von Schutz­rech­ten und Schutz­rechts­an­mel­dun­gen (Schutz­rech­te) erge­ben.

(2) Er stellt uns und unse­re Abneh­mer von allen Ansprü­chen aus der Benut­zung sol­cher Schutz­rech­te frei, soweit er die Ver­let­zung zu ver­tre­ten hat. Dies ist z.B. nicht der Fall, soweit der Lie­fe­rant die Lie­fer­ge­gen­stän­de nach von uns über­ge­be­nen Zeich­nun­gen, Model­len oder die­sen gleich­kom­men­den sons­ti­gen Beschrei­bun­gen oder Anga­ben her­ge­stellt hat und nicht weiß oder im Zusam­men­hang mit den von ihm ent­wi­ckel­ten Erzeug­nis­sen nicht wis­sen muss, dass dadurch Schutz­rech­te ver­letzt wer­den.

(3) Die Ver­trags­part­ner ver­pflich­ten sich, sich unver­züg­lich von bekannt wer­den­den Ver­let­zungs­ri­si­ken und angeb­li­chen Ver­let­zungs­fäl­len zu unter­rich­ten und sich Gele­gen­heit zu geben, ent­spre­chen­den Ansprü­chen ein­ver­nehm­lich ent­ge­gen­zu­wir­ken.

(4) Der Lie­fe­rant wird auf unse­re Anfra­ge die Benut­zung von ver­öf­fent­lich­ten und unver­öf­fent­lich­ten eige­nen und von lizen­zier­ten Schutz­rech­ten und Schutz­rechts­an­mel­dun­gen an dem Lie­fer­ge­gen­stand mit­tei­len.

XIII. Eigen­tums­vor­be­halt

Jeg­li­che Erwei­te­rung oder Ver­län­ge­rung eines Eigen­tums­vor­be­halts, der über den ein­fa­chen Eigen­tums­vor­be­halt des Lie­fe­ran­ten an dem bei uns lagern­den unver­ar­bei­te­ten Lie­fe­ran­ten­pro­dukt hin­aus­geht, insb. nach Ver­ar­bei­tung, Ver­bin­dung oder Ver­mi­schung mit ande­ren Waren sowie nach Ver­äu­ße­rung des Lie­fe­ran­ten­pro­duk­tes, erken­nen wir nicht an.

XIV. Beach­tung außen­wirt­schaft­recht­li­cher Bestim­mun­gen

(1) Der Lie­fe­rant ist zur Beach­tung der ein­schlä­gi­gen natio­na­len, euro­päi­schen, supra­na­tio­na­len und US-ame­ri­ka­ni­schen Export­kon­troll­vor­schrif­ten ver­pflich­tet.

(2) Falls die zu lie­fern­den Pro­duk­te oder deren Bestand­tei­le in der Aus­fuhr­lis­te, den Anhän­gen I und IV der EG-Dual-Use-Ver­ord­nung oder der ame­ri­ka­ni­schen Com­mer­ce Con­trol List auf­ge­führt sind, hat uns der Lie­fe­rant unauf­ge­for­dert, unter Nen­nung der kon­kre­ten AL- oder ECCN-Num­mer, Mit­tei­lung zu machen.

(3) Für den Fall, dass wir nach Ver­trags­schluss Umstän­de fest­stel­len, die die Annah­me eines gege­be­nen oder künf­ti­gen Ver­sto­ßes gegen außen­wirt­schafts­recht­li­che Vor­schrif­ten recht­fer­ti­gen und dies dem Lie­fe­ran­ten unver­züg­lich und glaub­haft dar­le­gen, steht uns eine ange­mes­se­ne Frist zur wei­te­ren Über­prü­fung zu. Für den Zeit­raum die­ser Prüf­frist ist der Ein­tritt eines Annah­me­ver­zugs aus­ge­schlos­sen.

(4) Soweit sich aus der Prü­fung eine Ver­let­zung der in Abs. 1 und 2 nor­mier­ten Grund­sät­ze ergibt, sind wir berech­tigt die Annah­me der Leis­tung zu ver­wei­gern und vom Ver­trag zurück­zu­tre­ten.

(5) Für den Fall, dass die Leis­tung bereits ange­nom­men wur­de, sind wir ange­sichts einer Ver­let­zung der Rege­lun­gen aus Abs. 1 und 2 eben­falls berech­tigt vom Ver­trag zurück­zu­tre­ten. Die bereits erbrach­ten Leis­tun­gen sind zurück zu erstat­ten.

(6) Dar­über hin­aus steht uns ein Recht zur außer­or­dent­li­chen Kün­di­gung des Ver­trags zu, wenn Tat­sa­chen den Ver­dacht recht­fer­ti­gen, dass dem Lie­fe­ran­ten im Zusam­men­hang mit der Erbrin­gung der ver­trag­lich ver­ein­bar­ten Leis­tung Ver­stö­ße gegen natio­na­le, euro­päi­sche, supra­na­tio­na­le und US-ame­ri­ka­ni­sche Export­kon­troll­vor­schrif­ten zur Last gelegt wer­den kön­nen. Ins­be­son­de­re sind bestehen­de Total- oder Teil­em­bar­gos sowie sons­ti­ge Per­so­nen­em­bar­gos bei der Erfül­lung der mit uns geschlos­se­ner Ver­trä­ge zu beach­ten und ein­zu­hal­ten.

(7) Der Lie­fe­rant hat uns im Innen­ver­hält­nis von den Schä­den frei­zu­stel­len, wel­che uns auf­grund der Nicht­ein­hal­tung der in Absatz 1 und 2 sowie Absatz 6 die­ser Zif­fer genann­ten Ver­pflich­tun­gen ent­stan­den sind. Der Umfang der zu erset­zen­den Schä­den beinhal­tet auch den Ersatz aller not­wen­di­gen und ange­mes­se­nen Auf­wen­dun­gen, die uns z.B. in Bezug auf eine erfor­der­li­che Rechts­ver­tei­di­gung ent­stan­den sind oder noch ent­ste­hen.

XV. Gerichts­stand, Erfül­lungs­ort, anwend­ba­res Recht, Unwirk­sam­keit einer Bedin­gung

(1) Für alle sich aus dem Ver­trags­ver­hält­nis zwi­schen den Par­tei­en erge­ben­den Strei­tig­kei­ten ist aus­schließ­li­cher inter­na­tio­na­ler und ört­li­cher Gerichts­stand unser Geschäfts­sitz in Geeste. Dies gilt auch für Strei­tig­kei­ten im Urkun­den-, Wech­sel- oder Scheck­pro­zess.

(2) Sofern sich aus der Bestel­lung oder dem Auf­trag nicht etwas ande­res ergibt, ist unser Geschäfts­sitz Erfül­lungs­ort.

(3) Für alle Rechts­fra­gen zwi­schen dem Lie­fe­ran­ten und uns, auch wenn die­ser sei­nen Fir­men­sitz im Aus­land hat, gilt aus­schließ­lich, unter Aus­schluss des Kol­li­si­ons­rechts und des Über­ein­kom­mens der Ver­ein­ten Natio­nen über Ver­trä­ge über den inter­na­tio­na­len Waren­kauf (CISG), das Recht der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land.

(4) Soll­ten ein­zel­ne Tei­le die­ser Ein­kaufs­be­din­gun­gen unwirk­sam sein, wird die Wirk­sam­keit der übri­gen Bestim­mun­gen hier­durch nicht berührt. Die Ver­trags­part­ner bemü­hen sich, die unwirk­sa­me Klau­sel durch eine ande­re Klau­sel zu erset­zen, die dem wirt­schaft­li­chen Zweck und recht­li­chen Sinn der ursprüng­li­chen For­mu­lie­rung am nächs­ten kommt.

XVI. Daten­schutz

Wir spei­chern per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten des Lie­fe­ran­ten im Rah­men der Geschäfts­be­zie­hung mit­tels elek­tro­ni­scher Daten­ver­ar­bei­tung nach Maß­ga­be des Bun­des­da­ten­schutz­ge­set­zes.